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»Verzicht hat in der Küche nichts zu suchen«

Wolfgang Herles erkundet in seinem neuen Buch die deutsche Küche. Im Interview erklärt er, warum Esskultur etwas über Mentalitäten verrät.

Journalist und Schriftsteller: Wolfgang Herles, geboren 1950 in Tittlingen bei Passau, ist Autor mehrerer Romane und Sachbücher, darunter der Bestseller „Wir sind kein Volk“ (2004). Zuletzt erschien „Die Gefallsüchtigen“ (2015), eine Kritik am Quotendiktat der öffentlich-rechtlichen Medien. Herles war über 40 Jahre Rundfunk- und Fernsehjournalist, drehte zahlreiche Dokumentarfilme, leitete das ZDF-Studio Bonn, moderierte Bücher- und Literatursendungen (u.a. „Das Blaue Sofa“) und war Redaktionsleiter des Kulturmagazins „Aspekte“. (Foto: Hans Scherhaufer)

Der Publizist Wolfgang Herles hat einen Streifzug durch deutsche Küchen und Gaststätten unternommen. In „Vorwiegend festkochend“ (Penguin) ergründet der 69-Jährige in 64 Kapiteln vom „Apfelbaum“ bis zur „Zukunft auf dem Teller“ die kulinarische Kultur und Seele Deutschlands.

 

Sie haben sich in Ihren Sachbüchern bisher vor allem mit Politik, Medien und Kultur beschäftigt. Woher kommt Ihr Interesse an Küche und Kulinarik?

Das Thema hat mich immer schon beschäftigt, im Grunde genommen ist das Buch die Summe meines Lebens als Feinschmecker. Mein Lieblingsplatz war in der Küche bei meiner böhmischen Mutter, ich war Koch bei den Pfadfindern, Kochen war immer meine Leidenschaft. Den Ausschlag für das Buch gab Wolfgang Ferchl, damals mein Verleger, der zu mir sagte: Schreib doch mal über etwas, das nicht mit Politik zu tun hat – und jetzt habe ich den Salat. Es gibt im Moment nichts Politischeres als die Ernährung. Man kann über die deutsche Esskultur ja keine Zeile schreiben, ohne auf Wurst einzugehen.

Und was sagen Sie zum Streit ums Fleisch?

Ich beurteile die gegenwärtigen Debatten über Fleisch aus einer kulinarischen Perspektive: Ich bin gegen die Massentierhaltung, aber nicht, weil ich glaube, damit das Klima retten zu können, sondern aus ausschließlich kulinarischen Gründen. Das führt möglicherweise zum selben Ergebnis, aber ich lege Wert darauf, dass es mir um Geschmack und Genuss geht – und da bietet die deutsche Esskultur eine ganze Menge Gelegenheit zur kritischen Auseinandersetzung. Ich wollte ja nicht bloß eine Liebeserklärung an das deutsche Essen schreiben, davon sind die Kochbuchschränke voll.

 

 

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