Deutscher Verlagspreis 2020: DOM Publishers, Liebeskind und Matthes & Seitz Berlin machen das Rennen

Monika Grütters (Foto: Elke Jung-Wolff)

Jetzt dürfen die Korken knallen: Die mit jeweils 60.000 Euro dotierten Hauptpreise des Deutschen Verlagspreises gehen an den auf Architekturführer spezialisierten Berliner Verlag DOM Publishers, an den Münchner Literaturverlag Liebeskind sowie Matthes & Seitz Berlin. Das hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters per Videobotschaft bekannt gegeben. Die ursprünglich geplante Verleihung in München musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. 

Die Unternehmen erhalten die Auszeichnungen nebst Gütesiegel für die „besondere Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationskraft“ ihrer Arbeit. Der von Grütters initiierte Preis wird in diesem Jahr zum 2. Mal vergeben. Bei der Premiere im vergangenen Jahr freuten sich Hädecke, Kookbooks und Spector Books über die Hauptpreise (hier mehr).     

Der Deutsche Verlagspreis ist in insgesamt 3 Kategorien unterteilt:

  • Drei herausragende Verlage erhalten ein Gütesiegel und den Hauptpreis in Höhe von jeweils 60.000 Euro.
  • 60 weitere Verlage werden mit jeweils 20.000 Euro und ebenfalls einem Gütesiegel ausgezeichnet.
  • Überdies erhalten 3 größere Verlage, die mit ihrem durchschnittlichen Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren über 3 Mio Euro lagen, ein undotiertes Gütesiegel. Das sind in diesem Jahr Hanser, Tessloff und Wallstein.

Insgesamt 334 Verlage haben sich beworben

Für die 2. Auflage des Deutschen Verlagspreises hatten sich insgesamt 334 Verlage beworben, im Vorjahr waren es 312 Unternehmen gewesen. Gegenüber der Premiere gibt es einige Neuerungen: Die Teilnahmebedingungen wurden erweitert, um den Bewerberkreis zu vergrößern. Das Preisgeld für die Gewinner des dotierten Gütesiegels wurde um 5000 Euro auf 20.000 Euro aufgestockt. In der Liste der dotierten Kategorien, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, wählte die Jury 63 kleinere und mittlere unabhängige Verlage. 30 der ausgewählten Unternehmen wurden bereits im  Vorjahr mit einem Preis ausgezeichnet.  

2019 gab es Kritik einiger Verlage, die der damaligen Jury fehlende Unabhängigkeit vorwarfen. Die aktuelle Jury bildeten Literaturkritikerin Insa Wilke (Vorsitz), Literaturübersetzerin Patricia Klobusiczky, Unternehmensentwickler Lars Birken-Bertsch (Frankfurter Buchmesse), Buchhändler und Bookstagrammer Florian Valerius, Literaturkritiker Hannes Hintermeier („FAZ“), der freie Hersteller und Buchgestalter Hans-Heinrich Ruta und Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg.

Deutscher Verlagspreis: Preisträger in den dotierten Kategorien

  • Arco Verlag
  • Ariella Verlag
  • Avant-verlag
  • Berenberg*
  • Brandes & Apsel Verlag
  • Brinkmann & Bose
  • Büchner
  • Cass Verlag*
  • CulturBooks Verlag*
  • Dietrich Reimer Verlag
  • DOM Publishers
  • Draupadi Verlag
  • Ebersbach & Simon
  • Edition Assemblage*
  • Edition Bracklo
  • Edition Nautilus*
  • Edition Taube
  • Eisele Verlag
  • Elfenbein Verlag*
  • Felix Meiner Verlag*
  • Frohmann
  • Guggolz Verlag*
  • Hentrich & Hentrich
  • Jacoby & Stuart*
  • K. Verlag
  • Klett Kinderbuch Verlag
  • Korbinian Verlag
  • Krug & Schadenberg
  • Lehmstedt*
  • Liebeskind*
  • Mareverlag*
  • MaroVerlag*
  • Matthes & Seitz Berlin*
  • Merlin Verlag
  • Merve
  • Mikrotext*
  • Osburg Verlag
  • Pendragon
  • Peter Hammer Verlag*
  • pmv Peter Meyer Verlag
  • Poetenladen*
  • Pulp Master
  • Reprodukt*
  • Rotopol
  • Schaltzeit Verlag
  • Schirmer/Mosel*
  • Schöffling & Co.*
  • Secession Verlag*
  • Starfruit Publications
  • Supposé*
  • Trescher Verlag
  • Tulipan*
  • Ventil Verlag*
  • Verbrecher Verlag*
  • Verlag Das Kulturelle Gedächtnis
  • Verlag Friedrich Pustet
  • Verlag Klaus Bittermann – Edition Tiamat
  • Verlag Klaus Wagenbach*
  • Verlagshaus Berlin*
  • Voland & Quist*
  • Weidle Verlag*
  • Westend Verlag*
  • Wunderhorn

 

* auch im Vorjahr ausgezeichnet

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