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»Unterm Strich bleibt weniger als Hartz IV«

Albert Sellner

Albert Sellner (71) gründete 2002 ein Online-Antiquariat, das sich auf Titel der bibliophilen Buchreihe „Die Andere Bibliothek“ spezialisiert hat. Sellner, der zuvor u.a. Autor, Lektor und Literaturagent war, muss jetzt das Unternehmen Sellner, Stein & Partner schließen.

Warum geben Sie auf?

Seit fünf, sechs Jahren gehen unsere Umsätze rapide zurück, obgleich sich die Zahl unserer katalogisierten Bücher stetig ausgeweitet hat. Zum Schluss hatten wir etwa 50.000 Einzeltitel im Angebot. Noch schlimmer hat es die Erträge erwischt. Die regelmäßige notwendige Anpassung an die Marktlage hat den ...

Kommentare

1 Kommentar zu "»Unterm Strich bleibt weniger als Hartz IV«"

  1. Ein leider ehrlicher Bericht, der über die derzeitige Lage vom
    Antiquariat zu denken gibt.
    Herr Sellner nennt genau die Gründe, die manche Kollegen/
    innen im Antiquariat, vor allem in den Laden-Antiquariaten,
    aufgeben lassen.
    Auch zu hohe Mieten und das oft jetzt ausbleibende Interesse
    bei jungen Menschen zwingt manches Antiquariat in auch
    größeren Städten zur Geschäftsaufgabe.
    Ein großer Trend liegt eben auch in der Digitalisierung, dem
    Kopieren, Einscannen von Texten und den E-Books.
    Dies verändert letztendlich das Verhalten auch der Leser und

    Leserinnen.

    Zu überdenken wären noch etwaige andere Geschäftsmodelle
    für das Antiquariat, die aber sicher erst erprobt werden müssen.
    Ein langsames Umdenken wäre erforderlich, denn auch das

    alte Buch und die neuen Bücher an sich haben eine Daseins-
    berechtigung innerhalb der Vielzahl der heute vorhandenen
    Medien.

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