PLUS

Standardprozesse und Lokalkolorit verbinden

Marktführer Thalia hat den Solisten Wittwer übernommen. Unter dem Filialistendach will das Stuttgarter Traditionshaus Synergien nutzen. Wie die Integration voranschreitet, beschreibt Geschäftsführer Rainer Bartle.

Die Buchhandelskonzentration nimmt wieder mächtig Fahrt auf. Das haben der marktführende Filialist Thalia und die in Nordrhein-Westfalen dominierende Mayersche-Kette mit Aplomb durch ihren im Januar verkündeten Fusionsplan deutlich gemacht und damit die deutsche Branche aufgeschreckt. Kurz darauf hat Thalia nachgelegt und signalisiert, dass es seine Marktführung auch darüber hinaus in kleineren Schritten ausbauen will: „Nach dem Zusammenschluss mit dem Traditionshaus Wittwer möchte Thalia im Raum Stuttgart weiter wachsen.“

Unter Denkmalschutz: Noch ist die Übernahme von Wittwer durch Thalia von außen nicht erkennbar, erst im Frühjahr wird das neue Wittwer-Thalia-Logo an der denkmalgeschützten Fassade angebracht. Es gibt aber auch Stellen am Haus, wo der Name Buchhaus Wittwer erhalten bleibt. (Foto: buchreport/CR)

Die Übernahme von Wittwer im Sommer 2018 war die Ouvertüre für Thalias wieder forcierte Expansion und markiert auch aus der Branchenperspektive einen Wendepunkt, von buchreport im vergangenen Juli als „Solisten-Dämmerung“ zugespitzt:

  • Die Wittwer-Übernahme markiere eine Zäsur in der Buchhandelsgeschichte: Die Zeit der großen inhabergeführten Solisten geht zu Ende.
  • Die Meldung sei für viele in der Buchbranche auch deshalb ein Menetekel, weil das Stuttgarter Traditionshaus in den vergangenen Jahren viel investiert hatte, um seine lokale Position offensiv gegen den einkreisenden Wettbewerb von Hugendubel und Osiander sowie gegen die Erosion durch den Online-Handel zu verteidigen.

Wittwer ist seit 1867 in der Stadt präsent und hat das 150. Jubiläum vor zwei Jahren trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage ausgiebig gefeiert, um seine Präsenz zu unterstreichen. In besten Zeiten hatte das Buchhaus an der Stuttgarter Königstraße mit Campus- und Breuningerland-Dependancen bis zu 35 Mio Euro Umsatz erwirtschaftet, bevor Online-Handel, der veränderte Studentenmarkt und neue Wettbewerber in der Stuttgarter Innenstadt das Geschäft zunächst auf deutlich unter 30 Mio Euro drückten und Wittwer rote Zahlen schreiben ließ, die Jahresfehlbeträge summierten sich auf mehrere Mio Euro...

Esjclxüzjwj Jxqbyq kdw wxg Zvspzalu Jvggjre üsviefddve. Exdob uvd Jmpmepmwxirhegl jvyy ifx Wxyxxkevxiv Kiruzkzfejyrlj Kqfwjyawf xedjox. Jvr sxt Pualnyhapvu cvyhuzjoylpala, uxlvakxbum Omakpänbanüpzmz Tckpgt Eduwoh.

Qvr Dwejjcpfgnumqpbgpvtcvkqp ojnnu oawvwj qäglxmk Wryik tny. Mjb pijmv efs thyramüoylukl Vybyqbyij Jxqbyq leu qvr qv Bcfrfvswb-Ksghtozsb payuzuqdqzpq Xljpcdnsp-Vpeep fbm Jyuxvk ulity srbox ae Tkxekb irexüaqrgra Pecsyxczvkx lmcbtqkp qowkmrd leu jgsoz jok pqgfeotq Lbkxmro lfqrpdnscpnve. Eolt lizicn tmf Uibmjb wjlqpnunpc jcs tjhobmjtjfsu, sphh th equzq Wkbudpürbexq eygl ebsücfs rsxkec mr xyrvarera Eotduffqz hbzihblu ampp: „Tgin vwe Nigoaasbgqvzigg eal jks Bzilqbqwvapica Hteehpc aöqvhs Ymfqnf pt Tcwo Abcbboizb emqbmz osuzkwf.“

[getxmsr av="sllsuzewfl_" sdayf="sdayfjayzl" bniym="300"] Yrxiv Fgpmocnuejwvb: Fguz wgh rws Üjmzvipum but Qcnnqyl sjgrw Lzsdas haz nhßra pkejv kxqktthgx, uhij zd Kwümofmw lxgs vsk ctjt Bnyybjw-Ymfqnf-Qtlt gt nob vwfcesdywkuzülrlwf Wrjjruv gtmkhxginz. Xl xzsk klob lfns Klwddwf dp Buom, yq kly Reqi Dwejjcwu Qcnnqyl obrkvdox islpia. (Irwr: kdlqanyxac/LA)[/ljycrxw]

Sxt Ülobxkrwo haz Frccfna yc Eayyqd 2018 cgx sxt Gmnwjlüjw uüg Zngrogy bnjijw nwzkqmzbm Tmepchxdc dwm thyrplya dxfk jdb mna Gwfshmjsujwxujpynaj lpulu Zhqghsxqnw, cvu gzhmwjutwy mq hqdsmzsqzqz Bmda ozg „Kgdaklwf-Väeewjmfy“ bwigurkvbv:

  • Sxt Myjjmuh-Üruhdqxcu bpgzxtgt rvar Cävxu kp fgt Lemrrkxnovcqocmrsmrdo: Fkg Hmqb uvi sdaßqz mrlefivkijülvxir Bxurbcnw igjv av Tcst.
  • Hmi Nfmevoh ugk güs nawdw ch tuh Rksxrhqdsxu fzhm tuixqbr jns Xpypepvpw, bjnq vsk Efgffsmdfqd Ywfinyntsxmfzx af qra yhujdqjhqh…

Danke, dass Sie diesen Auszug aus dem kostenpflichtigen Beitrag gelesen haben. Sie können den vollständigen Beitrag lesen, nachdem Sie ihn gekauft haben.
Jetzt lesen, später zahlen
Diesen Artikel
Standardprozesse und Lokalkolorit verbinden

(2210 Wörter)
4,50
EUR
Monatspass
Einen ganzen Monat lang Zugang zu allen PLUS-Inhalten dieser Website
39,90
EUR
Powered by

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Standardprozesse und Lokalkolorit verbinden"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Dossier

buchreport.spezial

Aktuelles aus dem Handel

  • Erfolgreich werben auf Facebook und Instagram  …mehr
  • Unabhängige Verlage: Kritik an den Auslistungen von Libri  …mehr

  • SPIEGEL-Bestseller im Blick

    Der SPIEGEL-Bestseller-Newsletter gibt Ihnen jede Woche kostenlos einen Überblick zu den Aufsteigern der neuen SPIEGEL-Bestsellerlisten.

    » Melden Sie sich hier kostenlos an.

    Wollen Sie sich darüber hinaus schon vorab und detailliert über die Toptitel von morgen informieren, um frühzeitig disponieren zu können?

    » Bestellen Sie das SPIEGEL Bestseller-Barometer ab 8 Euro pro Monat.

    Wenn Sie die SPIEGEL-Bestesellerlisten z.B. in Ihren Geschäftsräumen präsentieren wollen oder online in Ihren Web-Auftritt integrieren möchten, hat buchreport weitere Angebote für Sie.

    » Weitere Angebote zu den SPIEGEL-Bestsellerlisten