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Sonnenstrahl im Alpental

Der Buchhandel in der Deutschschweiz hat 2013 zum ersten Mal seit 5 Jahren wieder ein leichtes Umsatzplus von 1,7% erzielt. Das geht aus den Branchenzahlen hervor, die der Marktforscher Media Control/GfK im Auftrag des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbands (SBVV) ermittelt hat.

Mit dem leichten Plus endet eine Serie von teilweise dramatischen Umsatzrückgängen: So wurde für die eidgenössischen Sortimenter für das Jahr 2010 ein Minus von 2,8% und für 2011 sogar ein Rückgang von 7,4% ermittelt. Mit –1,1% war der Umsatzschwund 2012 schon vergleichsweise moderat ausgefallen. 

Als Ursachen für die Stabilisierung bei der Umsatzentwicklung vermutet der SBVV sowohl höhere Durchschnittspreise als auch einen gestiegenen Absatz: Nach Schätzungen des Branchenverbands hat die Zahl der verkauften Bücher in der Deutschschweiz im vergangenen Jahr die 20-Mio-Marke überschritten. Davon habe der stationäre Buchhandel rund 17 Mio Exemplare an die Leser gebracht.

Mit vorsichtigem Optimismus blickt der SBVV auf die Konkurrenz der stationären Buchhändler zum Internethandel. Genaue Zahlen zu Umsatzanteil und -entwicklung der Onliner gebe es zwar nicht, erklärt SBVV-Geschäftsführer Dani Landolf im Gespräch mit buchreport. Der Verband schätzt ihren Marktanteil auf etwa 22%. Verschiedene Indizien sprächen aber dafür, dass die Abwanderungswelle vom stationären zum Internethandel den Scheitelpunkt überschritten habe. Den Anteil der E-Books am Publikumsmarkt beziffert der SBVV auf 8%.

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