So verlief der Hackathon

Gruppenarbeit beim BookLab (Foto: buchreport/Eva Killy)

Wie kann man Menschen wieder zum Lesen motivieren? Auf welchen Wegen gelingt es, mehr Leser in die Buchhandlungen zu holen? Und wie lassen sich digitale Medien dabei nutzen? Diese Grundsatzfragen, die die Buchbranche seit einigen Jahren umtreiben, standen im Fokus des ersten Branchen-Hackathons BookLab.

Der Einladung von Buchgroßhändler Libri, der mit dem Format eine Neukonzeption seines Libri.Campus eingeläutet hat, folgten rund 100 Teilnehmer nach Hamburg. In 17 Teams arbeiteten sie bei dem 2,5-tägigen Wettbewerb an folgenden Themen:

  • Projekte zum Buchhandelsmarketing, darunter Eventangebote, Postkartenmarketing, Social-Media-Beratung und Hotspots, über die Kunden auf Leseproben zugreifen können
  • Apps zur Vernetzung von Lesern
  • Lernhilfe-Tools, die beim Exzerpieren und Sortieren unterstützen, eine Zusammenarbeit der Nutzer ermöglichen oder Zusammenfassungen generieren
  • Plattformen für medienübergreifendes Lesen
  • Digitale Services, die Datenanalysen einsetzen, um gezielt bei der Buchauswahl zu helfen.

Diese Teams punkteten beim Hackathon.

Hier geht es zu den Video-Mitschnitten der Kurzpräsentationen aller Teams.

Arbeitsweisen beim Hackathon

Das besondere Plus des Formats: Hackathons – eine Wortschöpfung aus „Hacken“ und „Marathon“ – sind explizit branchenübergreifend gedacht und bringen unterschiedliche Experten und ihr Know-how zusammen, um Projektideen möglichst konkret auszuarbeiten. So auch beim BookLab, an dem sich neben Buchhändlern und Verlagsmitarbeitern auch viele Branchenfremde beteiligt, u.a. Software-Entwickler, Datenbank-Spezialisten, Designer, Kommunikationsexperten und Betriebswirtschaftler.

Insbesondere im IT-Bereich werden Hackathons gerne genutzt, um Ideen innerhalb weniger Tage umzusetzen. Die wichtigsten Grundlagen für die Projektarbeit:

  • Zielsetzung: Erst mit einem deutlich erkennbaren Mehrwert für den Nutzer hat eine Idee auf dem Markt eine reelle Chance. Es geht daher während des Hackathons auch darum, die Nutzer direkt nach ihren Bedürfnissen und Wünschen zu befragen.
  • Definition: Um in kurzer Zeit zu einem Ergebnis zu kommen, braucht es eine möglichst klare Eingrenzung und Konkretisierung des Projekts und seiner Zielgruppe auf Umsetzbarkeit.
  • Flexibilität: Das offene Format sieht ausdrücklich vor, dass sich das Projekt von der Ursprungsidee entfernt, Teams sich aufspalten oder einzelne Teilnehmer in ein anderes Team wechseln, wenn ihre Expertise dort mehr gefragt ist.
  • Testimonials: Das Ziel ist es, bis zum Pitch am Ende des Hackathons einen möglichst weit ausgearbeiteten Prototyp zu präsentieren. Dabei hilft u.a. der Nachweis von Interessenten, Nutzerzahlen oder Verkäufen.

Jurymitglieder und Teilnehmer waren sich am Ende einig, dass die Branche von dem Format noch profitieren kann. Die meistgenannten Argumente: Die Branche müsse viel mehr von den Bedürfnissen der Nutzer ausgehen, das Buch jenseits des Printformats und im Medienverbund gedacht werden. Die Branche dürfe sich nicht abkapseln.

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