Shades of Grey ist kein Viagra

Der britische Buchhandel hat – trotz Rekordverkäufe der Erotik-Trilogie „Fifty Shades of Grey“ – mit den niedrigsten Umsätzen seit zehn Jahren zu kämpfen: Der Umsatz mit gedruckten Büchern ist laut Nielsen BookScan im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 7,5% gesunken – auf 624 Mio Pfund. Laut „Bookseller ist der Umsatzrückgang vor allem auf den wachsenden E-Book-Markt zurückzuführen.

Es sei „ein harter Markt für jedermann“, interpretiert Waterstones-Chef James Daunt gegenüber dem „Bookseller“ die Zahlen. Die Zeichen deuteten aber darauf hin, dass der britische Buchhandel bald wieder bessere Zeiten erleben werde: Der Erfolg von „Fifty Shades“ beweise, dass „die Menschen bereit sind, Bücher in allen Formaten zu kaufen“. Und dass man durchaus noch neue Zielgruppen gewinnen könne: Viele der „Fifty-Shades“-Leser habe der Buchhandel nie zuvor erreicht.  

In Großbritannien wurden inzwischen schätzungsweise 10 Mio Exemplare von „Fifty Shades of Grey“ verkauft – jeweils 5 Mio als E-Book bzw. als gedrucktes Buch. In den USA hat die Trilogie von E.L. James laut Random House gerade die 19-Mio-Marke geknackt.

Hierzulande hat der erste Teil der Erotik-Serie kurz nach Erscheinen die Spitze der Bestsellercharts erklommen: Auf der kommenden SPIEGEL ONLINE-Taschenbuch-Bestsellerliste Belletristik liegt der Goldmann-Titel „Shades of Grey. Geheimes Verlangen“ auf Platz 1 (die Bestsellerliste steht ab Mittwoch-Nachmittag auf buchreport.de, am kommenden Montag im neuen SPIEGEL).

Einen zugkräftigen Bestseller kann auch der deutsche Buchhandel gut gebrauchen: Im ersten Halbjahr 2012 sind die Umsätze mit Büchern nach buchreport-Zahlen um 2,8% zurückgegangen (buchreport berichtete).

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