Michael Winterhoff punktet im Sachbuch-Ranking

Das Thema Bildung beschäftigt derzeit die Deutschen, zeigt die aktuelle Bestsellerliste: Zwei Novitäten zur Debatte sind in dieser Woche ins Ranking Hardcover Sachbuch eingestiegen.

Michael Winterhoff landet mit „Deutschland verdummt“ (Gütersloher Verlagshaus) aus dem Stand auf Platz 2. Die steile These des Bonner Kinder- und Jugendpsychiaters: Deutschlands Schüler werden immer dümmer. Das liege an einem System, das Schule auf Effektivität trimme und dabei vergesse, dass Kinder Bezugspersonen brauchen. Winterhoff knüpft in dem Buch an frühere Diagnosen an, u.a. aus seinem Bestseller „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“, der es 2008 ebenfalls bis auf Rang 2 schaffte.

Einen Nachhilfebedarf des Schulsystems sieht auch FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube in seinem Buch „Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?“ (Rowohlt), das auf Rang 13 einsteigt. Die Schule müsse sich dringend von Lehr- und Digitalisierungsfantasien befreien, fordert Kaube, der als Buchautor u.a. mit seiner Max-Weber-Biografie (2014) und seinem kulturhistorischen Sachtitel „Die Anfänge von allem“ (2017) aufgefallen ist.

Trotz ähnlicher Befunde zum Schulsystem gebe es klare Unterschiede zwischen den Titeln von Winterhoff und Kaube, befindet Alex Rühle in der „Süddeutschen Zeitung“. In seiner Doppelkritik kommt er zu einem bildstarken Ergebnis: Während Winterhoff „mit dem Pauschalpanzer durchs Theoriegelände“ donnere, leite Kaube mit differenzierten Analysen „kompetent wie ein Bergführer durch das Gebirge der Bildungsreformen“.

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