Schnittstellensuche: Buch und Musik

2021 werden die Frankfurter Buchmesse und die Musikmesse zeitgleich auf dem Frankfurter Messegelände ausgetragen. Das hatte zuletzt Spekulationen über eine Neuausrichtung der Buchmesse ausgelöst. Die „Frankfurter Allgemeine“ hatte in einem großen Beitrag das Szenario einer „Kreativwoche“ entwickelt, die Buchmesse, Musikmesse und eine Gaming-Messe unter einem Dach vereinen solle.

Die Messe Frankfurt und die Frankfurter Buchmesse haben inzwischen klargestellt, dass beide Veranstaltungen auf dem Messegelände völlig eigenständig und voneinander getrennt bleiben sollen. Die Musikmesse, eine bisher im Frühjahr ausgerichtete Fachmesse für Musikinstrumente, Musikproduktion und -vermarktung, wird aber 2021 tatsächlich in den Herbst verlegt. Kommt es mit der Terminierung vom 22. bis 24. Oktober parallel zum Publikumswochenende der Buchmesse zu noch größerem Andrang unterm Messeturm?

Während die Buchmesse zuletzt mehr als 300.000 Besucher zählte, ist die Musikmesse eine deutlich kleinere Nummer und beschränkte sich zuletzt im Wesentlichen auf eine Halle (3.0 und 3.1). Wie die Messe Frankfurt auf buchreport-Anfrage mitteilt, waren 2019 im Rahmen von Musikmesse und der Veranstaltungstechnik-Messe Prolight + Sound 85.000 Besucher auf dem Messegelände:

  • ca. 56.000 Fachbesucher Musikmesse und Prolight + Sound
  • ca. 14.000 Privatbesucher Musikmesse und Prolight + Sound
  • ca. 15.000 Besucher der Musikmesse Plaza sowie der Abendkonzerten auf dem Messegelände im Rahmen des Musikmesse Festival

Die Prolight + Sound wird 2021 aber nicht mehr zusammen mit der Musikmesse ausgetragen.

 

Austausch mit benachbarten Kreativbranchen

Warum die Veranstaltungen jetzt parallel terminiert werden, erklärt sich mit den (bisher noch nicht konkretisierten) Plänen eines zusätzlichen Veranstaltungsprogramms. Demnach gibt es Gespräche mit Blick auf mögliche gemeinsame Konferenzformate, die den Austausch mit den benachbarten Kreativbranchen fördern könnten. Anknüpfungspunkt aufseiten der Buchmesse wäre das Format „The Arts+“, das als Schnittstelle zwischen verschiedenen Branchen angelegt ist.

Dies hatten die Messe Frankfurt und die Frankfurter Buchmesse auf einer Pressekonferenz am 30. Juni vorstellen wollen. Nachdem die Einladung dazu unter der vielversprechenden Überschrift „Neue Perspektiven für die Kultur- und Kreativwirtschaft“ die „FAZ“-Fantasie in die Richtung befeuert hatte, die Frankfurter Buchmesse werde ihre seit längerem verfolgten kreativwirtschaftlichen Crossover-Ansätze intensivieren, war die Pressekonferenz abgesagt worden. 

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