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Schlanker schwarz bleiben

Als ob Carel Halff mit seinem Krisenszenario („Buchhandel wird 50% der Flächen und Standorte stilllegen“) zum Auftakt der Buchmesse die Vorlage geliefert hat: Der Bertelsmann-Buchclub will seine Ladenkette in Deutschland weiter ausdünnen.

„Bei den Filialen wird es zu einer Bereinigung kommen. Wir werden weitere Filialen schließen“, zitiert das „Handelsblatt“ den Club-Chef Bernd Schröder. Aktuell betreibe die Bertelsmann-Tochter noch knapp 200 Filialen in Deutschland. Der Rückbau betreffe auch Zeilenreich (rund Drittel der Standorte), das offene Buchhandelsformat, bei dem auch Nicht-Mitglieder einkaufen können. 
Die Zahl der Club-Mitglieder sei seit 2010 von 2,7 auf unter 2 Mio gesunken – und habe zu Spitzenzeiten bei über 5 Mio gelegen. Schroeder betont aber gegenüber dem „Handelsblatt“, dass der Club, auch wenn der Umsatz aktuell leicht sinke, operativ keine Verluste schreibe. Der Rückfall in die roten Zahlen solle durch den weiteren Rückbau der Filialen verhindert werden.

Die Club-Geschäfte mussten im vergangenen Jahr erneut Federn lassen. Die Umsätze gingen nach Angaben des Medienkonzerns 2011 „spürbar“ zurück. Nach buchreport-Schätzungen verzeichneten die Club- und Zeilenreich-Filialen im deutschsprachigen Raum 2011 einen Umsatz von rund 200 Mio Euro. Die Buch-, Medien- und Spieleumsätze der Zeilenreich-Filialen (einschließlich der dort getätigten Umsätze mit Bertelsmann Club-Mitglie­dern im Club-Sortiment) lagen bei rund 24 Mio Euro (nicht enthalten sind Katalog- und Online-Versandumsätze sowie die Vermittlung von Reisen und Versicherungen).

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