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Schlanker ins Jahr

Nicht nur in Deutschland beschäftigen sich große Buchfilialisten aktuell intensiv mit Rückbau-Plänen – am Wochenende schloss die Hugendubel-Filiale am Tauentzien endgültig die Pforten. In Frankreich sucht der Multimediahändler Virgin Megastores sein Heil auf kleinerem Fuß.

Der „Figaro“ berichtete am vergangenen Freitag, dass ausgerechnet die Vorzeigefiliale von Virgin Megastores am Champs-Elysées in Paris (Foto) schließen soll und ein Käufer für die Immobilie gesucht werde. Hintergrund seien Jahr für Jahr rückläufige Umsätze in der 7000-qm-Filiale (davon 4500 qm Verkaufsfläche), die rund 20% zu den Frankreich-Erlösen von Virgin Megastores (29 Filialen) einbringt. Interesse am Standort habe bereits Apple bekundet.

Zwar hat Virgin inzwischen dementiert, dass man den Megastore auf der Pariser Prachtstraße loswerden wolle. Zumindest sei dies keine aktuelle Option. Grundsätzlich wolle Virgin künftig den Fokus jedoch auf kleinere Flächen legen, rund 1500 qm, zitiert „Livres Hebdo“ eine Firmensprecherin. 

„Seit drei Jahren verliert der Standort Umsatz, und durch die Krise ist der Trend verschärft worden“, zitiert das Branchenmagazin einen Gewerkschafts-Vertreter. Anders als in Metz, wo Virgin einen Standort aufgeben wolle, sei man in der Gewerkschaft über eine Schließung Champs-Elysées noch nicht informiert worden.
Nicht nur Virgin spürt die Auswirkungen der angeschlagenen französischen Konjunktur. Gleiches gilt für Wettbewerber Fnac, der im Heimatland 2011 über 4% an Umsatz verlor und (ähnlich wie Thalia) ein Sanierungsprogramm aufgelegt hat (hier mehr).

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