Publishers Association veröffentlicht Brexit-Forderungskatalog

Drei Monate nach dem Nein der Briten zur Europäischen Union (EU) bleibt der Brexit aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten nicht nur in der Politik ein Dauerthema. Der britische Verlegerverband hat sich mit einem Brexit-Papier zu Wort gemeldet und darin die Sorge formuliert, dass der Export gedruckter Bücher Schaden nehmen könnte.

  • Laut Publishers Association (PA) sind die EU-Länder der wichtigste Absatzmarkt für Bücher made in Britain.
  • Insgesamt wurden 2015 Bücher im Wert von 1,42 Mrd Pfund exportiert, davon entfielen 497 Mio Pfund (35%) auf Kontinentaleuropa.
  • Zwei Drittel davon waren akademische Titel sowie Schulbücher.

Stephen Lotinga positioniert sich für Lobbyarbeit in Westminster

Cheflobbyist der britischen Buchverleger: Stephen Lotinga (Foto: Publishers Association)

Der Verband hat eine intensive parlamentarische Lobbyarbeit angekündigt, um dem Forderungskatalog der Verlage Gehör zu verschaffen. Was das angeht, hat die PA mit Chief Executive Stephen Lotinga den richtigen Mann an der Hand: Der Engländer, der seit Januar Chief Executive der PA ist, gilt als ausgewiesener Kommunikationsfachmann mit Erfahrung in Politik, Wirtschaft und öffentlichem Dienst. Vor allem aber ist er in den politischen Korridoren Westminsters bestens vernetzt:

  • Lotinga war Kommunikationschef des ehemaligen stellvertretenden Premierministers Nick Clegg und Polit-Berater für dessen Liberal Democrats.
  • Er stand unter anderem dem Beraterteam vor, das die Liberalen 2010 fit für die Rolle als Junior-Koalitionspartner der Konservativen Partei gemacht hat.
  • Vor seinem Wechsel an die Spitze des Verlegerverbandes war Lotinga kommissarischer Bürgerbeauftragter für das Parlament und den Gesundheitsdienst.

Lotinga läuft sich gerade in Interviews für Auftritte vor den Parlamentariern warm. Die drei Kernpunkte des von ihm vorgestellten Papiers auf der Grundlage einer Umfrage unter britischen Verlagen, von denen marktführende Unternehmen wie Penguin Random House (Bertelsmann), Macmillan (Holtzbrinck) und Hachette (Lagardère) nicht-britische Eigentümer haben:

  • Der Zugang zum europäischen Binnenmarkt muss erhalten bleiben, Handelsbarrieren auf ein „absolutes Minimum“ beschränkt werden.
  • Weiterhin freie Arbeitsplatzwahl von EU-Bürgern in Großbritannien.
  • Eine Überarbeitung des geltenden Urheberrechts.

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