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Provokateur wider Willen

Bei der Veranstaltung in Berlin stellte sich der Autor des Romans „Die Wohlgesinnten“ (Berlin Verlag), der in der Woche nach seinem Erscheinen auf Platz 3 der Spiegel-Bestsellerliste gesprungen ist, Fragen des Grünen-Politikers Daniel Cohn-Bendit.Bei seinem Auftritt im brechend vollen Berliner Ensemble ging der französisch-amerikanische Schriftsteller nur indirekt auf die schroffe Ablehnung ein, die sein Roman bei Teilen der Literaturkritik in Deutschland hervorgerufen hat. „In dem ruhigen und intensiven Gespräch mit Cohn-Bendit zeigt sich, dass Littell kein Provokateur sein will, aber auch nicht daran denkt, die Provokationen seines Romans kleinzureden“, urteilte die FAZ über die Veranstaltung.

Gespalten wie die Reaktionen auf das provozierende 1400-Seiten-Buch „Die Wohlgesinnten“ fiel auch das Echo auf den Deutschland-Auftritt des 40-jährigen Autors aus. Cohn-Bendit habe Littell keine tieferen Erkenntnisse entlockt, kritisierte die „Welt“. Bei den Lesungen, die das Zwiegespräch einrahmten, sei der Schauspieler Christian Berkel routiniert aufgetreten und habe „allzu explizite Stellen“ aus der fiktiven Lebensgeschichte des homosexuellen SS-Mannes Max Aue vermieden. „Trotzdem war es ein unerquicklicher Abend“, resümiert die „Welt“.

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