Proteste gegen den Kahlschlag

Die Beschäftigten der Fnac wollen gegen die Sparpläne des Filialisten streiken und demonstrieren. Mit der Aktion wollen die Gewerkschaften den Druck im Vorfeld der Hauptversammlung der Aktionäre des Mutterkonzerns Pinault-Printemps-Redoute (PRR) erhöhen.
Nach einem Bericht von „Livres Hebdo“ treffen sich die Anteilseigner am kommenden Freitag, 27. April, am Place de la Bourse in Paris. Mehrere Gewerkschaften hätten dazu aufgerufen, sich per Demonstrationen und Streiks in den Filialen gegen die Sparpläne besonders bei der Fnac zu wehren.

Wie berichtet, plant der Medienhändler nach einem schwachen Jahr 2011, insgesamt 500 Stellen abzubauen, davon 310 Stellen auf dem französischen Markt. Konzernchef Alexandre Bompard will 80 Mio Euro in diesem Jahr einsparen. Die Arbeitnehmervertreter werfen der Firmenführung vor, Jobs abzubauen, um den Aktionären eine höhere Dividende auszuschütten. Den Mitabeitern würden außerdem immer mehr Zwänge und mehr Flexibilität abverlangt.

Die Gewerkschaften fordern entgegen des Sparkurses eine Erhöhung des Grundgehalts.

Fnac-Chef Bompard verwies in einem Interview kürzlich auf die großflächige Krise im Buch- und Medienhandel, die sich nicht nur in Frankreich abzeichne. Im ersten Quartal habe sich die Situation nicht verbessert, doch die wachsenden Marktanteile der Fnac stimmten ihn zuversichtlich.

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Proteste gegen den Kahlschlag"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Dossier

Aktuelles aus dem Handel


  • SPIEGEL-Bestseller im Blick

    Der SPIEGEL-Bestseller-Newsletter gibt Ihnen jede Woche kostenlos einen Überblick zu den Aufsteigern der neuen SPIEGEL-Bestsellerlisten.

    » Melden Sie sich hier kostenlos an.

    Wollen Sie sich darüber hinaus schon vorab und detailliert über die Toptitel von morgen informieren, um frühzeitig disponieren zu können?

    » Bestellen Sie das SPIEGEL Bestseller-Barometer ab 8 Euro pro Monat.

    Wenn Sie die SPIEGEL-Bestesellerlisten z.B. in Ihren Geschäftsräumen präsentieren wollen oder online in Ihren Web-Auftritt integrieren möchten, hat buchreport weitere Angebote für Sie.

    » Weitere Angebote zu den SPIEGEL-Bestsellerlisten