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Profilierung statt Digitalisierung

Welche Funktion hat der Börsenverein für seine Mitglieder? Eine Dauer-Diskussion, die voraussichtlich auch im Rahmen der Tagung des Branchenparlaments am 11. November fortgeführt wird. Antworten gibt der Sortimenter-Ausschuss (SoA), der die Mitglieder im September befragt hat. Fazit: Die Buchhändler sind zwar mit dem Verband grundsätzlich zufrieden,  doch die Leistungen gingen für viele Mitglieder am Bedarf vorbei.

  • Der überwiegende Anteil der Sortimenter (82%) sehe den Börsenverein als Vertreter seiner Interessen an und sei mit dem Service- und Dienstleistungsportfolio sowie der Qualität der Beratungsangebote zufrieden, fasst der SoA die Etrgebnisse der Umfrage zusammen – deren Repräsentativität allerdings angesichts der Rücklaufquote von 7% von den angeschriebenen 3700 Buchhandlungen zweifelhaft ist.
  • Auch die Fachkompetenz (87,2% Zufriedenheit) und die Verfügbarkeit (84%) ihrer hauptamtlichen Ansprechpartner im Börsenverein stuften die Buchhändler als sehr hoch ein.
  • Wichtigste Aufgaben und Dienstleistungen des gesamten Börsenvereins seien die Lobbyarbeit (von 98% als sehr wichtig bzw. wichtig bewertet) und die kostenlose Rechtsberatung (88%).
  • Doch im Kontrast zu den positiven Werten in der Beurteilung des Börsenvereins und des SoA stehe die relativ niedrige Zufriedenheitsquote mit der Bedarfsorientierung der Leistungen des Börsenvereins (56,5%).
  • Mehr als die Hälfte der Sortimenter wünscht sich ein stärkeres Engagement auf dem Themenfeld „Buchhändlerische Fortbildung“ und intensivere Unterstützung bei der Ausbildung und Schärfung des eigenen Unternehmensprofils.
  • Unterstützung auf dem Weg aufs digitale Spielfeld erhofft sich nur eine Minderheit der Buchhändler. Nur 11% sind für ein stärkeres Engagement des Verbands bei der Digitalisierung, 19% im E-Business.

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