buchreport

Preise am Pranger

Wann kommt der große Verbund der Verbünde? Wegen der Heterogenität der bestehenden Allianzen im unabhängigen stationären Sortiment wohl nie. Gleichwohl loten die Zusammenschlüsse Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus. Auf der Frankfurter Buchmesse kamen die engagierten Einzelkämpfer, die addiert eine signifikante Marktmarktmacht bilden, zusammen, um gemeinsame Wege zu beschreiten.

Ein erstes Ergebnis des Treffens, an dem Lorenz Borsche (eBuch), Karin Esch, Uwe Fischer (beide AUB), Andreas Meier (AGM), Oliver Recklies, Holger May (beide BAG), Thomas Bez und Michael Fürtjes (LG Buch) sowie Stefan Vogel (EK/servicegroup) teilnahmen: Sogenannte Schnäppchenpreise kommen an den Pranger. 

Bei den Teilnehmern herrschte Einigkeit darüber, dass 99-Cent-Preise für Buchtitel die Wertigkeit des Buches nachhaltig konterkarieren. „Viele Kunden im inhabergeführten Buchhandel assoziieren mit 99-Cent-Preisen entsprechende Billigprodukte und Sonderangebote“, wurde beklagt. Vor diesem Hintergrund appellieren die Verbundgruppen im Namen ihrer Mitglieder an die Verlage, die 99-Cent-Preise zu Gunsten runder Euro-Preise abzuschaffen. Der runde Euro-Preis transportiert aus Sicht der Teilnehmer des Treffens die Wertigkeit des Buches besser an die Buchkäufer. Die Verbundgruppen wollen sich künftig in regelmäßigen Abständen treffen, um sich über aktuelle und zentrale Themen ihrer Mitglieder intensiv auszutauschen.

Kommentare

Kommentar hinterlassen zu "Preise am Pranger"

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Mit dem Abschicken des Kommentars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten elektronisch gespeichert werden. Diese Einverständniserklärung können Sie jederzeit gegenüber der Harenberg Kommunikation Verlags- und Medien-GmbH & Co. KG widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutz-Richtlinien

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Dossier

Aktuelles aus dem Handel

  • Streit um Konditionenspreizung: Kaum zu klammernde Interessen  …mehr
  • Christiane Schulz-Rother: »Nicht erpressen lassen«  …mehr

  • SPIEGEL-Bestseller im Blick

    Der SPIEGEL-Bestseller-Newsletter gibt Ihnen jede Woche kostenlos einen Überblick zu den Aufsteigern der neuen SPIEGEL-Bestsellerlisten.

    » Melden Sie sich hier kostenlos an.

    Wollen Sie sich darüber hinaus schon vorab und detailliert über die Toptitel von morgen informieren, um frühzeitig disponieren zu können?

    » Bestellen Sie das SPIEGEL Bestseller-Barometer ab 8 Euro pro Monat.

    Wenn Sie die SPIEGEL-Bestesellerlisten z.B. in Ihren Geschäftsräumen präsentieren wollen oder online in Ihren Web-Auftritt integrieren möchten, hat buchreport weitere Angebote für Sie.

    » Weitere Angebote zu den SPIEGEL-Bestsellerlisten