Was unterscheidet gutes von schlechtem Organisationsdesign?

Marco Olavarria. Foto: Anke Jacob.

Dr. Marco Olavarria. Foto: Anke Jacob.

Jeder kennt solche Firmen: Große Runden reden viel und entscheiden wenig, es fühlt sich niemand verantwortlich, Beschlüsse werden schnell wieder umgestoßen. Diagnose: schlechtes Organisationsdesign. Was tun dagegen?

Es gibt Faktoren, die eine gute Zusammenarbeit in Organisationen zuverlässig verhindern. Sie sind die Kennzeichen eines schlechten Organisationsdesigns. Wenn man diese Faktoren kennt und in der eigenen Organisation identifiziert, ist das eine große Chance, das eigene Organisationsdesign zu verbessern.

Mit seinem Buch „Orgazign – Organisationen lebenswert gestalten“ will Verlagsberater Marco Olavarria  Führungskräfte dabei unterstützen, das passende Organisationsdesign für ihr Unternehmen zu finden und zu gestalten. Im HR-Channel auf buchreport.de zeigt er, welche Faktoren über gutes bzw. schlechtes Organisationsdesign bestimmen. 

Was macht ein schlechtes Organisationsdesign aus?

Unklare Verantwortlichkeiten

  1. Das Organisationsdesign weist die Verantwortlichkeiten nicht klar und eindeutig zu.
  2. Zugewiesene Verantwortlichkeiten gehen nicht mit ausreichenden Entscheidungskompetenzen einher.
  3. Es ist unklar, was es bedeutet, „für etwas verantwortlich zu sein“.

Starker Fokus auf Einzelbereiche

  1. Das Organisationsdesign weist keine ausreichenden Elemente zur Abstimmung zwischen den Bereichen auf.
  2. Es fördert so das „Silo-Denken“ und die Fokussierung auf den jeweils eigenen Verantwortungsbereich.

Starker Fokus auf Hierarchie

  1. Das Organisationsdesign weist unnötige Hierarchieebenen auf.
  2. Das Organisationsdesign beinhaltet zu viele steuernde Einheiten.

Ungeeignete Entscheidungswege und -prozesse

  1. Das Organisationsdesign ordnet Entscheidungskompetenzen nicht oder ungeeignet zu.
  2. Die Entscheidungsprozesse sind nicht oder ungeeignet gestaltet.

Mangelnde Flexibilität

  1. Im Organisationsdesign ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Designs nicht verankert.
  2. Veränderungen des Organisationsdesigns können nur schwerfällig und langsam realisiert werden.

Gleichmacherei

  1. Das Organisationsdesign basiert für die gesamte Institution auf den gleichen Organisationsprinzipien.
  2. Das Organisationsdesign unterstützt die Wahrnehmung besonderer Aufgaben in Einzelbereichen nicht.

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Mehr zum Thema Personalmanagement und -führung lesen Sie im HR-Channel von buchreport und Channel-Partner Bommersheim Consulting. Hier mehr

Was macht ein gutes Organisationsdesign aus?

Klare Verantwortlichkeiten

  1. Das Organisationsdesign weist die Verantwortlichkeiten klar und eindeutig zu.
  2. Eindeutig und geeignet zugewiesene Entscheidungskompetenzen ermöglichen die Wahrnehmung der Verantwortlichkeiten.

Starker Fokus auf Zusammenarbeit

  1. Das Organisationsdesign weist geeignete Elemente zur Abstimmung zwischen den Bereichen auf.
  2. Das Organisationsdesign fördert so die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen.

Starker Fokus auf Kompetenz

  1. Das Organisationsdesign weist eine angemessene Anzahl Hierarchieebenen auf.
  2. Es besteht eine angemessene Anzahl steuernder Einheiten.

Aktive Gestaltung der Entscheidungswege und -prozesse

  1. Das Organisationsdesign nimmt eine ausgewogene und geeignete Zuordnung der Entscheidungskompetenzen vor.
  2. Das Organisationsdesign sieht je nach Art der Entscheidung geeignete Entscheidungsprozesse vor.

Evolutionäre Entwicklung

  1. Das Organisationsdesign sieht Elemente zur Sicherstellung der eigenen Weiterentwicklung vor.
  2. Veränderungen des Organisationsdesigns können schnell und relativ einfach vorgenommen werden.

Situativer Ansatz

  1. Das Organisationsdesign setzt bei Bedarf unterschiedliche Organisationsprinzipien ein.
  2. Das Organisationsdesign bietet bei Bedarf Nischen für Spezialisten, die besondere Arbeitsumfelder brauchen.

Zum Selbsttest auf der Seite berlin-consulting.de.

Marco Olavarria: Orgazign – Organisationen lebenswert gestalten. Schritt für Schritt zum erfolgreichen Organisationsdesign.

Handelsblatt Fachmedien 2018.

328 Seiten broschiert im Großformat EUR 59,-

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