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Österreich stellt 200.000 Euro Soforthilfe für Buchbranche zur Verfügung

Fast täglich rauschen derzeit aus Österreich Meldungen herein, denen allen eines gemeinsam ist: Es geht um Unterstützung für die Buchbranche.

Am Dienstag war die Rede von einem Umsatzersatz in Höhe von 40%. Nun, einen Tag später, meldet sich der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) zu Wort: Auf seine Initiative werde das Kultur-Ministerium des Landes eine Soforthilfe über insgesamt 200.000 Euro bereitstellen. Gefördert werden soll damit der bundesweite Digitalisierungs-Ausbau von Kommunikations- und Distributionsmaßnahmen in der Buchbranche, heißt es aus Österreich.

Gerade während des ersten Lockdowns im März 2020 sei klar erkennbar gewesen, dass nur über digitale Kommunikation und Distribution eine Chance für direkte Konsumentenansprache und fairen Wettbewerb gegenüber internationalen Online-Giganten bestehe, heißt es. Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport werden daher insgesamt 200.000 Euro an Förderungen für Digitalisierungsvorhaben im Bereich des Buchhandels zur Verfügung stellen.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Die ‚Digitalförderung Buchwirtschaft‘ in Höhe von 200.000 Euro soll rasch Zuschüsse für die Digitalisierung der Kommunikations- und Vertriebswege ermöglichen. Österreichs Buchhändlerinnen und Buchhändler haben sich schon bisher vorbildhaft auf die Herausforderungen dieser Krise eingestellt. Die Buchwirtschaft und somit die Nahversorgung mit Literatur weiter zukunftsfit zu machen, ist mir persönlich ein großes Anliegen – gerade vor dem Hintergrund des derzeitigen Lockdowns, der auch die Buchbranche direkt betrifft.“

Sofort verfügbar

Die Fördergelder stehen umgehend zur Verfügung, Anträge werden zentral vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) abgewickelt. Die Möglichkeiten für eine Förderung erstrecken sich von der Anschaffung zeitgemäßer Software über die Einrichtung von benutzerfreundlichen Webshops bis zu entsprechenden Auftritten in sozialen Medien.

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, erläutert dazu: „Alle aktiven Teilnehmer an der österreichischen Buchwirtschaft, die selbständig mit einer eigenen niedergelassenen Adresse in Österreich tätig sind, können sich bewerben. Wir erarbeiten aktuell die exakten Förderrichtlinien, schon in den nächsten Tagen wird eine eigene Website Förderanträge ermöglichen. In einer so schwierigen Situation, wie dem aktuellen Lock Down, ist rasche Hilfe nötig – ich danke Staatssekretärin Andrea Mayer für Ihre schnelle Unterstützung.“

Der HVB wird die Unternehmen der Buchbranche in den nächsten Tagen direkt anschreiben und informieren. Förderanträge werden bis 31. März 2021 möglich sein. Die Vergabe der Fördermittel ist nicht an eine Verbandsmitgliedschaft beim HVB geknüpft.

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