Netflix zeigt »The Last Days of American Crime«

Wenn von US-Comicverfilmungen die Rede ist, entstammen die Vorlagen in den meisten Fällen den großen Verlagshäusern Marvel oder DC. Der Streaminganbieter Netflix hat sich mit „The Last Days of American Crime“ nun einer „unabhängigen“ Vorlage bedient und bringt die passende Serie heute an den Start. Ursprünglich zwischen 2009 und 2010 bei Radical Comics veröffentlicht, ist der Comic von Rick Remender und Zeichner Greg Tocchini im Juli 2011 in deutscher Erstausgabe bei Splitter erschienen.

Die Graphic Novel wie auch die Verfilmung erzählen von einer nahen Zukunft in den USA: Die Regierung will Verbrechen mit einem neuronalen Hemmstoff bekämpfen. Doch bevor dieser „Neuro-Inhibitor“ einsatzbereit ist und jede gesetzeswidrige Tat unmöglich macht, plant eine Gruppe von Gangstern einen spektakulären letzten Coup.

Auf den Solo-Band „The Last Days of American Crime“ folgten bei Splitter noch zahlreiche Comics von Remender. So erschienen unter anderem die vierteilige Reihe „Low“ oder die sieben Bände umfassende „Black Science“-Reihe. Darüber hinaus liegt bei Cross Cult seine ebenfalls siebenteilige Serie „Deadly Class“, zwei Bände der „Fear Agent“-Reihe sowie die dreibändige „Seven to Eternity“-Reihe vor.

Weitere Free-TV-Premieren mit Buchbezug:

»Wackersdorf« (5. Juni, 20.15, Arte)

Zu Beginn der 1980er-Jahre soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WWA) den Strukturwandel im oberpfälzischen Wackersdorf einläuten und neue Jobs schaffen. Doch aus Angst vor Umweltverschmutzung und Strahlenbelastung regt sich Protest. Der SPD-Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) war in der Hoffnung auf Arbeitsplätze zunächst ein Befürworter der WWA, doch auch in ihm wachsen die Zweifel. Schließlich wechselt er die Seiten – und damit gegen die Regierung Strauß steht, die das Projekt um jeden Preis durchdrücken will.

Das im September 2018 in den Kinos angelaufene Politdrama „Wackersdorf“ stellt die Proteste um die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf dar, die in einer „Lex Schuierer“ münden und sich zu einem prägenden Ereignis für die politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland entwickeln sollten.

Die Historikerin Janine Gaumer hat die Dynamik zwischen Protest und staatlichem Handeln am Beispiel Wackersdorf untersucht. Das daraus entstandene Buch liegt unter dem Titel „Wackersdorf“ bei Oekom vor.

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