»In einem Buch kann man Themen besser miteinander verknüpfen«

Nele Hillebrandt (Foto: Privat)

buchreport fragt regelmäßig Verlage, warum sie Bücher mit Influencern veröffentlichen. Mit einer Umfrage wechselt die Redaktion die Perspektive – und fragt Youtuber und Blogger nach ihrer Autoren-Rolle. Heute: Nele Hillebrandt, Autorin des Blogs Faminino und des BuchesMama sein“ (Humboldt).

 

Was macht für Sie das Medium Buch aus?

Ein Buch ist vor allem etwas viel Konkreteres. Etwas, das man in der Hand halten kann. Das Inhalte kompakt zusammenfasst. Auf dem Blog ist es manchmal schwer, Leser von einem Punkt zum nächsten zu führen. Es gibt immer tausend Wege, die man gehen kann und niemand liest heute noch einen Blog in chronologischer Reihenfolge. So können Inhalte schnell untergehen, was bei einem Buch natürlich weniger passiert.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, ein eigenes Buch zu veröffentlichen?

Ich fand die Idee total schön, dass man die wichtigen Inhalte bündelt. So kann man Themen besser miteinander verknüpfen und auch mal längere Kapitel schreiben. Man fängt an, Themen noch tiefer aufzuarbeiten und kann dann Verknüpfungen schaffen, die auf dem Blog schnell untergehen.

Wollen Sie mit Ihrem Buch ein anderes Publikum erreichen als über Ihre Online-Kanäle?

Jein. Letztendlich unterscheidet sich das Publikum nur dahingehend, dass man mit dem Buch auch Menschen erreicht, die vielleicht nicht so viel im Netz lesen – in allen weiteren Bereichen sind die Zielgruppen aber identisch.

Ist es ungewohnt, sich von einem Verlag in die eigenen Inhalte hineinreden zu lassen?

Auf jeden Fall ist es ungewohnt! Ich empfinde es aber als sehr positiv. Mir hilft es sehr, wenn jemand Neutrales noch einmal über meine Texte liest, mich auf Schwachstellen, Fehler oder Dinge, die Unklar sind, aufmerksam macht und neue Anstöße gibt. Ich hatte zum Glück nie das Gefühl, dass meine Stimme weniger gewichtig wäre oder ich am Ende mit Änderungen unzufrieden war, von daher war es für mich eine durchweg positive Erfahrung.

Wie ist Ihr Eindruck von der Buchbranche?

Ehrlich gesagt habe ich gar keinen richtigen. Ich habe hauptsächlich mit Leuten aus dem Humboldt Verlag Kontakt und die empfand ich immer als sehr freundlich und hilfsbereit – ansonsten hätte ich dieses Projekt ja auch nicht mit ihnen umgesetzt.

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