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Nach der Aufteilung weiter ganz oben

Die britische Pearson-Gruppe ist der weltgrößte Buchkonzern. Das zeigt das aktuelle Ranking das buchreport jetzt zum 14. Mal vorgelegt hat, in Kooperation mit „Livres Hebdo“ (Frankreich), „Publishers Weekly“ (USA), „The Bookseller“ (Großbritannien) und „PublishNews“ (Brasilien).

Pearson hat seine Position als Nr. 1 halten können, obwohl die Gruppe den kompletten Bereich der Publikumsverlage (Penguin) ausgegliedert hat, der in den neu formierten Penguin Random House-Verbund aufgegangen ist (unter Führung von Bertelsmann). Pearson, der das Jahr 2012 mit umgerechnet 6,9 Mrd Euro abgeschlossen hatte, wird im neuen Ranking mit 5,65 Mrd Euro geführt. Zur Relation: Die 50 größten Buchkonzerne kommen addiert auf 52,62 Mrd Euro.

Den Kurs von Pearson bestimmt John Fallon. Als er am 1. Januar 2013 Marjorie Scardino als CEO ablöste hat, war bereits klar, dass der Wachwechsel mit einem Neuauftritt des Medienkonzerns einhergehen würde. 18 Monate später hat Fallon kaum einen Stein auf dem anderen gelassen und konzentriert sich nach der Trennung von der Penguin Group, die seit Juli 2013 mehrheitlich bei Bertelsmann (53%) angesiedelt ist, voll und ganz auf die Bildung. Spekulationen, dass im Zuge der Neuausrichtung auch die Financial-Times-Zeitungsgruppe zur Disposition steht (deren Zahlen in der 5,65 Mrd Euro des Rankings nicht eingeflossen sind) dementiert Fallon.
Nach Fallons tief greifender Umstrukturierung geben die drei globalen Kompetenzschwerpunkte Schulen, akademische Bildung und Professional jetzt die inhaltliche und strategische Marktrichtung vor, die in den geografischen Geschäftsfeldern Nordamerika, Wachstumsmärkte und Kernmärkte im Alltag vor Ort umgesetzt werden. Dazu passt die Übernahme der auf Erwachsenenbildung spezialisierten Grupo Multi in Brasilien.
Tempo macht Fallon auch beim Umbau von Pearson vom Print zum digital getriebenen Unternehmen. Nachdem das Digitalgeschäft 2013 rund 60% zum Umsatz beigetragen hat, sollen es Ende dieses Jahres schon 70% sein. Tochterfirmen (Auswahl): Großbritannien: Longman; USA: Addison-Wesley, Prentice Hall, Allyn & Bacon; Deutschland: Pearson Deutschland. Schwerpunkte: Schulbuch, Fachbuch. Internationale Präsenz in über 70 Ländern.

Hier die Übersicht zu den Top-15 der Buchkonzerne mit den wichtigsten Trends

Die komplette Analyse ist im buchreport.magazin 7/2014 zu lesen (hier zu bestellen)

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