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Mörderische Schwestern live auf der Criminale

Am  16. April 2008 beginnt mit der Criminale in Wien das größte deutschsprachige Krimifestival. Dabei sind auch wieder unter ihrem Motto „Wir lieben Krimis“ die Mörderischen Schwestern, die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen und Krimifreundinnen. Eine gute Gelegenheit, einige der Schriftstellerinnen einmal live zu erleben.

Wie vielfältig und qualitativ hochwertig die Romane und Kurzgeschichten deutschsprachiger Krimiautorinnen sind, können Fans bei der Ladies’ Crime Night am 17. April um 20 Uhr im Kosmostheater Wien erleben. 14 Mörderische Schwestern aus drei Ländern präsentieren im Sechs-Minuten-Takt spannende Auszüge aus ihren Werken. Ein Küchenwecker auf der Bühne sorgt dafür, dass die Lesezeit eingehalten wird. Es lesen: Sabine Deitmer (Ehrenglauser-Preisträgerin 2008), Gisa Klönne (nominiert für Glauser Kurzkrimi 2008), Sabina Naber (Glauser-Preisträgerin Kurzkrimi 2007), Nessa Altura (Glauser-Preisträgerin Kurzkrimi 2002), Amaryllis Sommerer (nominiert für Glauser Kurzkrimi 2008) sowie Eva Almstädt, Sabina Altermatt, Andrea C. Busch, Ella Danz, Brigitte Glaser, Fran Henz, Marlen Schachinger, Susanne Schubarsky und Jennifer Wind. Es moderiert (mit Küchenwecker): Ulla Lessmann, 1. Vize-Präsidentin der Mörderischen Schwestern.

Das Wiener Rathaus ist am Sonntag, 19. April, Schauplatz des Höhepunkts der Criminale, des „Tango Criminale“ (Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr). Bei dieser Veranstaltung werden die Krimipreise des Syndikats, einer Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren und Autorinnen, vergeben, und die Mörderischen Schwestern sind dabei in diesem Jahr gut positioniert. Drei von ihnen wurden für den Friedrich-Glauser-Preis 2008 nominiert: Sybil Volks mit ihrem Roman „Café Größenwahn“ in der Sparte „Debut“, sowie Gisa Klönne und Amaryllis Sommerer in der Kategorie „Kurzkrimi“. Eine Preisträgerin steht schon fest: Sabine Deitmer erhält den renommierten Friedrich-Glauser-Ehrenpreis „für ihre Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur“. Die Dortmunder Schriftstellerin gehört den Mörderischen Schwestern seit deren Gründung an.

Das Krimifest bietet natürlich noch viele weitere Attraktionen. Welche Mörderische Schwester zum Beispiel wann wo in Wien liest, lässt sich dem Programm der Criminale (etwa auf deren Website) entnehmen.

Das Krimiautorinnen-Netzwerk Mörderische Schwestern wurde 1996 gegründet, damals noch als deutschsprachige Untergruppe der amerikanischen Sisters in Crime. Ziel war und ist es, der Diskriminierung von Frauen im Krimigenre entgegenzuwirken und sich gegenseitig zu unterstützen. Heute gehören der Gruppe rund 300 deutschsprachige Autorinnen und Förderinnen des Frauenkrimis an, darunter so renommierte Schriftstellerinnen wie Ingrid Noll, Sabine Deitmer, Gisa Klönne, Susanne Mischke oder Milena Moser. Aber auch Newcomerinnen und Frauen, die nicht schreiben, Krimis von Frauen jedoch fördern möchten, sind gleichberechtigt mit dabei.

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