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UTB: Mittelständisch gegen die Macht der Großen

UTB erlebt während der Coronakrise einen Digitalisierungsschub. Im Januar hat der Verbund die Weichen für den digitalen Vertrieb neu gestellt. Geschäftsführer Jörg Platiel will das Lehrbuch auf ein neues Level heben.

Mehr Sichtbarkeit im Handel durch eine gemeinsame starke Marke: Die Grundidee der Vertriebskooperation UTB trägt seit 1970. Unter den Bedingungen der durch Corona nochmals beschleunigten Digitalisierung erhält der Zusammenschluss von kleinen und mittelständischen Verlagen im studentischen Lehrbuch neue Relevanz: Die jüngst an den Start gegangene Plattform UTB elibrary  soll wesentlich dazu beitragen, „eine vierte Kraft im Markt der Wissenschaft zu werden“, wie Geschäftsführer Jörg Platiel im Interview mit buchreport ausführt.

Das ambitionierte Projekt ist ein Zusammenschluss der seit 2009 bzw. 2013 getrennt betriebenen Angebote utb-studi-e-book (Lehrbücher) und scholars-e-library (wissenschaftliche Fachliteratur). Als technischer Dienstleister wurde das amerikanische Unternehmen Atypon an Bord geholt. Vom Tochterunternehmen des Wissenschaftsriesen Wiley verspricht man sich u.a., das elektronische Lehrbuch – das derzeit lediglich als PDF-Download zur Verfügung steht – auf eine neue Stufe zu heben.

Die Aufbruchstimmung wird allerdings von vielfältigen Krisenzeichen begleitet. War zuletzt die Bachelorisierung des Studiums mit Umwälzungen im Lehrbuchmarkt verbunden, sind es aktuell u.a. die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Wissenschaftsmarkt, die das Geschäftsmodell von Lehrbuchverlagen erschweren. Durch den Verbund können die Auswirkungen in einem gewissen Rahmen abgefangen werden, wie Platiel im Gespräch ausführt. Den Meldungen über hinzugewonnene Gesellschafterverlage – zuletzt kam Anfang des Jahres der Frankfurter Wochenschau Verlag dazu – stehen allerdings auch immer wieder Austritte gegenüber, wie ein Überblick in der Jubiläumsbroschüre zu 50 Jahren UTB aufzeigt, sodass die Anzahl von 17 Verlagen sich gegenüber 2010 de facto nicht verändert hat.

 

Wo steht die Vertriebskooperation 2021?

2021 ist sicher ein besonderes Jahr, in dem vor allem Corona seine Spuren hinterlassen hat. UTB ist allerdings bisher gut durch die Krise gekommen. Wir erleben momentan von Kundenseite einen richtigen Digitalisierungsschub. In Zeiten geschlossener Lesesäle und Universitäten statten sich vor allem die Bibliotheken mit E-Books aus. Wir sind deshalb froh, dass wir in den letzten Jahren sukzessive unsere Hausaufgaben im digitalen Bereich gemacht haben. Unsere Kunden können auf eine gut funktionierende Plattform zurückgreifen, auf der sämtliche Inhalte als E-Books vorliegen.

Wie lautet die Strategie hinter der neu gestarteten UTB elibrary?

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