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Millionenstrafe für Preiskartell?

Vier Jahre, nachdem die Wettbewerbskommission (Weko) eine Untersuchung über den Import französischer Bücher in die Schweiz eröffnet hat, folgt ein Zwischenbescheid der Kartellwächter. Die empfehlen die Maximalstrafe.
Hintergrund der Untersuchung: Die Weko nimmt die Unternehmen unter die Lupe, die die französischen Verleger in der Schweiz vertreten, Firmen wie Diffulivre oder Dargaud. Zentrale Frage: Verfügen die Distributeure über eine marktbeherrschende Stellung, die im Rahmen ihrer Preispolitik missbraucht wird? Beim Import in die Schweiz erheben die Distributeure auf den fanzösischen Preis einen Zuschlag – 20 bis 30% –, dessen Höhe laut Weko stark variiert. Die Verkaufspreise lägen so teilweise deutlich über den französischen Preisen.
In ihrem Zwischenbescheid, der an die 13 untersuchten Distributeure (8 stammen davon aus Frankreich) verschickt wurde, verlangt die Kartellbehörde laut „Livres Hebdo“ „maximale Sanktionen“.
Die Strafe liege laut Gesetz bei bis zu 10% der in den vergangenen drei Jahren erwirtschafteten Erlöse, hinzu kommen die Kosten der Untersuchung. Laut „Livres Hebdo“ haben die 13 Firmen alleine im vergangenen Jahr zusammen 185 Mio Schweizer Franken eingespielt, vor diesem Hintergrund könnte die Strafe mehrere Dutzend Millionen Franken umfassen.
Die Firmen haben jetzt einen Monat Zeit, um auf die Diagnose der Weko zu reagieren.

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