Marsch durch schweres Terrain

Weiche Knie oder stramme Waden? Anhaltspunkte für eine Einschätzung, mit welchen Laktatwerten der stationäre Handel den schweren Marsch im von Strukturbrüchen gezeichneten Terrain bewältigt, liefert der „Kölner Betriebsvergleich“, den das Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) jährlich im Auftrag des Börsenvereins durchführt.

In diesem Jahr speisten 177 Buchhandlungen (Vorjahr: 182) ihre Kennzahlen aus 2011 in die Auswertung ein. „Die wirtschaftliche Situation ist relativ stabil, die Unternehmen haben sich in dem generell schweren Jahr ganz ordentlich geschlagen“, bilanziert Nikolaus Sondermann, Betriebsvergleichsexperte beim IfH.

Groß- und Kleinformen des stationären Handels bewegen sich allerdings mit unterschiedlicher Trittfestigkeit durch das steinige Gelände. Zentrale Aussagen der Analyse:
  • Die befragten Betriebe meldeten für 2011 durchschnittlich einen Umsatzrückgang von 1%. Die höchsten Einbußen verzeichneten die Buchhandlungen mit sechs bis zehn Beschäftigten mit –2,5% (Betriebsvergleich 2010: –2,7%). Betriebe mit 21 oder mehr Köpfen atmeten mit +2,4% deutlich leichter. 
  • Das Zauberwort „Multichannel“ muss im stationären Sortiment erst noch zünden: Nur 1,5% der Einnahmen der 177 Buchhandlungen wurden 2011 über ihre Webshops eingespielt (2010: 1,4%). Betriebe mit mehr als 21 Mitarbeitern meldeten einen Umsatzanteil von 2,7% (2010: ebenfalls 2,7%).

Eine ausführliche Analyse der Zahlen ist im aktuellen buchreport.express 38/2012 nachzulesen (hier zu bestellen).

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