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Markt und Mitte: Über die Zukunft der Stadtzentren

Die Stadtzentren werden nie mehr das sein, was sie waren. Das ist Bedrohung und Chance, analysiert Stadtplaner Wolfgang Christ in seinem Essay.

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen im buchreport.magazin 9/2018.

Kampf um den Erhalt der Urbanität (v.l.): Handelsappell zur Rückkehr „ins Leben“ in der Ravensburger Innenstadt (2015), Sorge um Traditionsgeschäfte in München (2018), Literaturfestival StadtLesen im „Lesewohnzimmer“ in Bregenz (2014). (Fotos: Wolfgang Christ, innovationswerkstatt)

Im Herbst 2011 kapituliert die amerikanische Buchhandelskette Borders vor einem Konkurrenten, mit dem man noch zuletzt im Online-Geschäft kooperiert hat: Amazon. Nur wenige Jahre zuvor hat das Unternehmen mit nahezu 20.000 Beschäftigten 650 Filialen betrieben, verteilt über das ganze Land. Neben dem Marktführer Barnes & Noble zählte Borders in den USA jahrzehntelang zum traditionellen Inventar von Mall und Main Street.

Kein Laden, kein Klo: Ironischer Aushang in einer Filiale der insolventen US-Buchkette Borders (2011).

Die Nachricht von der Insolvenz eines Handelsunternehmens gelangt in der Regel nicht über Fachpublikationen und Wirtschaftsseiten der überregionalen Tagespresse hinaus. Im Fall von Borders ist das anders. Und das liegt an einem Foto, das weltweit Aufsehen erregt. Zu sehen ist ein Poster im Schaufenster einer Filiale in Chicago, und da ist in Großbuchstaben zu lesen: NO RESTROOMS. TRY AMAZON. Ein entlassener Mitarbeiter hat nur vier Worte gebraucht, um die mögliche Zukunft von Stadt und Handel im digitalen Zeitalter auf den Punkt zu bringen: In einer Mitte ohne Markt wäre selbst für die einfachsten menschlichen Bedürfnisse kein Platz mehr vorhanden! Versuchen Sie es doch bei Amazon …

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