Cixin Liu springt mit dem Abschluss seiner »Trisolaris-Trilogie« in die Top 10

Cixin Liu (Foto: Li Yibo)

Echte Impulsgeber und wirtschaftlich relevante Bestseller von Autoren, die ein größeres Publikum erreichen, sind im Genre Science-Fiction selten. Umso wichtiger ist für Heyne das Werk des Ausnahmeschriftstellers Cixin Liu, der seit einigen Jahren zunächst in seinem Heimatland China, dann in den USA und längst auch in Europa für Furore sorgt. Die bisherige Gesamtauflage von Lius Büchern liegt hierzulande bei 250.000 Exemplaren.

Als der Autor im vergangenen Herbst nach Deutschland kam, trafen ihn die Feuilletonisten von überregionalen Medien wie SPIEGEL, „Welt“ und „SZ“, um sich den globalen Hype um Liu zu erklären – und zeigten sich beeindruckt von der Bedeutung des 55-jährigen Schriftstellers für die Science-Fiction. So viele Impulse wie Liu setzt seit Längerem kein Autor mehr in diesem Genre, das in der Vergangenheit von Autoren aus den USA dominiert wurde. Diesen Befund spiegelt hierzulande die LiteraturSPIEGEL-Bestsellerliste, auf der Liu als Genre-Exot aktuell wieder vertreten ist – zum vierten Mal.

  • Den Anfang machte 2017 „Die drei Sonnen“, der vielfach gelobte und ausgezeichnete Auftakt der „Trisolaris-Trilogie“. Er erreichte Platz 4 des Paperback-Rankings.
  • Der Nachfolger „Der dunkle Wald“ schaffte es ein Jahr später auf Platz 3.
  • Um die „Trisolaris“-Wartezeit zu verkürzen, schob Heyne mehrere Novellen und Erzählungen aus Lius Werk dazwischen und erreichte mit dem Band „Die wandernde Erde“ im Januar einen weiteren Bestsellererfolg.
  • Seit Anfang April liegt der abschließende dritte Teil der Bestsellertrilogie vor. „Jenseits der Zeit“ (Startauflage: 35.000 Exemplare) erobert aus dem Stand Platz 7.

Mit seinen beiden ersten Romanen „Ball Lightning“ und „Supernova Era“ sowie mindestens einem weiteren Erzählungsband hat Heyne Folgepublikationen des Autors fest eingeplant. Parallel sucht der Verlag nach anderen asiatischen Phantastik-Autoren mit Bestsellerpotenzial. „In China entwickelt sich Science-Fiction gerade vom Nischengenre zu einer Literatur, in der Ideen für eine Neuverortung der chinesischen Kultur in der globalen Gegenwart verhandelt werden“, erklärt Heyne-Lektor Sebastian Pirling.

Ein Hoffnungsträger für Heyne ist Qiufan Chen, dessen Roman „Die Siliziuminsel“ im September erscheint. Im März 2020 folgt der von Ken Liu herausgegebene Band „Zerbrochene Sterne“, von Heyne beworben als „die besten chinesischen Science-Fiction-Stories“.

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