Leserinnen haben Lust auf starke Frauenfiguren

Rowohlt startet im September ein neues Romance-Programm. In dem umkämpften Markt sehen viele Verlage nach wie vor Potenzial. Sie drehen verschiedene Trends weiter, etwa das Subgenre New Adult.

Neue Wirkstätte: Anne Rudolph betreut das Rowohlt-Label Kyss, das sich ab September dem Liebesgenre widmet. Sie kommt von Bastei Lübbe, wo sie seit 2012 als Lektorin angestellt war. (Fotos: Alina Jahrmarkt)

Wer gern Liebesromane liest, wird in Zukunft auch im Rowohlt-Programm fündig. Der Verlag startet unter der Marke Kyss eine neue Sparte mit acht bis zehn Novitäten je Halbjahr. Die Programmerweiterung sei eine strategische Entscheidung, verleiht Lektorin Anne Rudolph Kyss besonderes Gewicht. Auch wenn es immer noch nicht bei allen angekommen ist: Romance sei kein Trend, sondern ein ernst zu nehmendes Genre: „Dem wollen wir als belletristischer Vollverlag gerecht werden, indem wir Liebesromanen einen festen Platz bei Rowohlt Polaris und rororo verschaffen.“

Heißt auch: Das Gedränge im Lizenz- und Angebotsmarkt wird größer. Auch die Marketing-Anstrengung, die liebesorientierte Zielgruppe differenziert zu erreichen.

Anne Rudolph ist von Bastei Lübbe kommend eigens eingestellt worden, um das Genre bei Rowohlt neu aufzubauen. Ihr Ziel ist es, mit Kyss „nicht vereinzelt auf Trendwellen mitzureiten, sondern Trends mitzuprägen und ein verlässlicher Content­anbieter zu werden“. Den großen Schritt, ein ausgelagertes Imprint zu launchen, geht Rowohlt allerdings nicht: „Dadurch verpassen wir uns kein starres Korsett, sondern können uns von beiden Seiten das Beste heraussuchen“, erklärt Rudolph. Einerseits sollen die Kyss-Bücher bei der Durchsetzung im Handel von der Dachmarke Rowohlt profitieren, andererseits lässt sich mit der spitzen Marke Kyss besser ins Endkundenmarketing einsteigen – vor allem im Internet, wo Rowohlt eine entsprechende Community aufbauen will.

 

Keine Neuerfindung des Genres nötig

Mit „Redwood Love“, einer Trilogie der US-Autorin Kelly Moran, die damit erstmals im deutschen Buchmarkt auftritt, soll der Kyss-Start gelingen. Dass im Mittelpunkt von „Redwood Love“ Tierärzte stehen, ordnet die Kyss-Lektorin gesellschaftspsychologisch ein: „Wir hatten in den letzten Jahren überall diese harten Alphahelden. Jetzt könnte wieder die Zeit gekommen sein für Männer, die richtig sozialisiert sind und über ihre Gefühle reden können“, hofft Rudolph. „Auch dank der Me-too-Debatte sind Männer, die Frauen respektvoll behandeln und Familiensinn haben, gerade mindestens ebenso gefragt wie dominante Helden.“ Dazu passt, dass „Redwood Love“ durch ein idyllisches Kleinstadtsetting und den US-Trend der Pet Romance geprägt, also von Liebesromanen, in denen Haustiere wichtige Elemente der Story sind.

Rudolph weiß, dass das „keine Neuerfindung des Rades ist“, aber im Markt der Liebesgeschichten sind „neue Trends ohnehin meist eher Verschiebungen innerhalb des Genres, keine kompletten Umwälzungen“. Um den vielseitigen Interessen der Leserinnen gerecht zu werden, will Rudolph mit Kyss künftig ohnehin das komplette Spektrum bedienen, also beispielsweise auch Historicals und Romantasy. 2019 kommt unter dem neuen Label unter anderem auch eine Erotikreihe heraus.

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