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Konsumklima bleibt freundlich

Die GfK-Marktforschung macht dem Handel mit einem neuen Konsumstimmungsbild weiter Mut: „Das Konsumklima setzt seinen Aufwärtstrend auch im Spätsommer fort. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung steigen noch einmal an. Zudem verbessert sich die Anschaffungsneigung.“ Im langfristigen Vergleich bleibe das Konsumklima jedoch weiter auf einem relativ niedrigen Niveau.

Als Ursachen für den Aufwärtstrend macht die GfK folgendes aus:

  • Nachdem nach letzten Meldungen verschiedener Wirtschaftsinstitute die Talfahrt der deutschen Wirtschaft gestoppt scheint, hat sich der Konjunkturpessimismus weiter verringert.
  • Nachdem die Einkommenserwartungen im Juli zum ersten Mal seit April 2008 wieder im Plus lagen, gewinnen sie aktuell noch einmal hinzu. 
  • Die Inflation verschwindet, den Verbrauchern bleibt mehr Geld im Portemonnaie. Stabile oder sogar rückläufige Preise sorgen dafür, dass auch die Anschaffungsneigung steigt.

Als potenzieller Stimmungsdämpfer bleibt der Arbeitsmarkt: „Ob dieser positive Trend auch künftig anhalten wird, hängt jedoch davon ab, inwieweit sich der Arbeitsmarkt im Verlauf des Jahres eintrübt. Ein starker Anstieg der Erwerbslosigkeit würde sicherlich auch das Konsumklima belasten.“Die GfK weiter im O-Ton:

„Nachdem die steile Talfahrt der deutschen Wirtschaft nun gestoppt scheint, geben die Verbraucher ihren Konjunkturpessimismus mehr und mehr auf. Die Chancen, dass die Wirtschaft bereits im dritten Quartal dieses Jahres wieder wachsen könnte, sind deutlich gestiegen. Die Entwicklung der Auftragseingänge sowie der Produktion stützen diese Prognose. Auch die weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme zeigen ihre Wirkung.“
„Verschiedene Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II wie niedrigere Krankenversicherungsbeiträge und Entlastungen bei der Einkommenssteuer sorgen ebenso wie die geringe Inflation dafür, dass sich die Einkommensstimmung derzeit verbessert. Aufgrund der stabilen und sogar sinkenden Preise bleibt den Konsumenten zudem mehr Geld im Portemonnaie. Diese Entwicklungen überlagern im Moment offenbar mögliche Ängste um den Arbeitsplatz.“
„Vor allem das niedrige und teilweise sinkende Preisniveau stützt die Konsumneigung. Dieser Zusammenhang zwischen den Preiserwartungen der Verbraucher und ihrer Bereitschaft zu konsumieren, zeigte sich auch in der Vergangenheit. Da die Preiserwartungen derzeit deutlich auf Talfahrt sind, stimuliert dies die Konsumneigung.“

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