Kobo bringt keine eigenen Reader mehr nach Deutschland

Das japanisch-kanadische Unternehmen Rakuten Kobo zieht sich als Anbieter eigener E-Reader aus dem deutschen Markt zurück. So wird das neue Modell Kobo Aura H2O Edition 2, Nachfolger des 2014 gestarteten Aura H2O, in allen Kobo-Märkten eingeführt – außer in Deutschland. Zuletzt kam hierzulande im vergangenen Herbst von Kobo der Aura One in die Geschäfte.

Die neue Deutschland-Strategie hat ein Kobo-Sprecher dem Online-Portal Lesen.net bestätigt: „Als Teil der Tolino-Allianz konzentriere man sich im deutschsprachigen Raum darauf, Tolino-Geräte herzustellen und zu verkaufen – unter der Marke Tolino. Hierzulande verschiebe sich der Fokus vom Verkauf von Kobo-Geräten hin zur Unterstützung von Tolino. Auch das bestehende Portfolio wird also auf absehbare Zeit aus den Regalen verschwinden“, erklärt Chefredakteur Johannes Haupt in seinem Lesen.net-Beitrag.

Der Hintergrund: Seit Januar 2017 ist Kobo Rakuten als neuer Technologie-Partner Mitglied der Tolino-Allianz. In dieser Position beerbet das Unternehmen die Deutsche Telekom, die sich aus strategischen Gründen zurückgezogen hat. Kobo entwickelt und produziert folglich jetzt die Lesegeräte für Tolino.

Rakuten Kobo macht mit der Ankopplung einen großen Schritt. Das Unternehmen zeigt in Europa mit seinem E-Book-Service in Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz und auch in Deutschland Flagge, verfügt in diesen Ländern aber bislang nur über geringe Marktanteile. In Deutschland sind die hauseigenen Reader (noch) in einigen Elektronik-Fachmärkten erhältlich. Durch den Deal mit Tolino wird die Präsenz auf dem europäischen Markt jetzt nachhaltig verstärkt.

Kommentare

2 Kommentare zu "Kobo bringt keine eigenen Reader mehr nach Deutschland"

  1. Da hoffe ich doch sehr, dass die neuen Tolino-Geräte baugleich mit den Kobo Geräten sein werden. Ich bin mit meinem Kobo sowas von zufrieden und würde mir keine andere Marke mehr kaufen – eigentlich – denn jetzt kann ich das ja eh nicht mehr in Deutschland.

  2. Nachvollziehbare Reaktion! Es gibt ja den superguten Kindle von Amazon. Da braucht es keine Konkurenz aus der Gosse.

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