KNV-Insolvenz: »Autorinnen und Autoren dürfen nicht die Leidtragenden sein«

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) meldet sich zur KNV-Insolvenz: „Autorinnen und Autoren dürfen nicht die Leidtragenden sein“, so die die Interessenvertretung, Teil der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, in ihrer Stellungnahme.

Mit der Bestellung von Tobias Wahl zum vorläufigen Insolvenzverwalter sei wieder genug Vertrauen in die Lieferkette aufgebaut worden, um die Versorgung von Buchhandlungen sicherzustellen und den Zahlungsfluss aufrechtzuerhalten. „Diese begrüßenswerte Maßnahme darf jedoch nur der erste Schritt sein“, so der VS. „Ein Konkurs von KNV hätte Auswirkungen auf die Verlagslandschaft, den stationären Buchhandel und ganz besonders auf die Autorinnen und Autoren, die Übersetzerinnen und Übersetzer der Bücher“, wird in dem Statement betont. Und weiter: „Langfristig muss KNV stabilisiert und marktfähig gemacht werden. Ein Staat, der Banken rettet, sollte sich auch in der Lage zeigen, den Buchmarkt substantiell zu stützen.“ Der VS solidarisiere sich „mit den Angestellten von KNV sowie mit den Verlagen, die nun eine staatliche Unterstützung durch die Politik fordern“.

Gleichzeitig müsse „das Hauptaugenmerk aber darauf liegen, dass Autorinnen und Autoren nicht die Leidtragenden dieser Misere sind“. Der Honorarausfall betreffe „unter anderem das Weihnachtsgeschäft, das einen großen Teil der Einnahmen ausmacht“. Die Forderung des VS: „Ausstehende Autorenhonorare (auf Grund von noch nicht beglichenen Rechnungen der Verlage durch KNV) müssen an die Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Übersetzerinnen und Übersetzer ausgezahlt werden.“

Noch sei unklar, welche Folgen die KNV-Misere für die Autorinnen und Autoren habe. „Wir bitten VS-Mitglieder, die direkt betroffen sind oder Verzichtsschreiben erhalten, sich an ihre VS-Ansprechpartner vor Ort zu wenden“, so die Interessenvertretung.

 

 

 

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