Kleiner Trend zum Aufrunden

Preisendungen auf 99 Cent und der damit verbundene negativ empfundene Schnäppchencharakter stören Buchhandelskunden und ärgern daher landesweit die Sortimenter, wie kürzlich auch eine buchreport-Umfrage zeigte. Das ist seit Längerem bekannt, rückt derzeit aber wieder stärker in den Fokus der Buchverlage.

Nach Bastei Lübbe, der kürzlich als erster der großen Publikumsverlage glatte Preisendungen für (fast) alle Novitäten des kommenden Herbstprogramms angekündigt hat, begradigt jetzt auch S. Fischer. Es handele sich aber um keinen grundsätzlichen Kurswechsel, sondern eine „punktuelle Änderung“, wie Verlagssprecher Martin Spieles erklärt: Nur im Verlagsbereich Literatur der Marke S. Fischer wählt die Verlagsgruppe ab Herbst glatte Preise, also z.B. 20, 22, 24, 26 Euro.

Auch andere Publikumsverlage befassen sich mit der 99-Cent-Frage – beispielsweise Ullstein. Geschäftsführer Alexander Lorbeer sieht Potenzial für runde Preise, differenziert aber: „Wir versuchen inzwischen verstärkt, auf glatte Euro-Preise zu gehen – gerade bei eher literarischen oder anspruchsvollen Titeln. Damit folgen wir auch den Rückmeldungen, die wir aus dem Handel bekommen. Gut überlegt sein will es allerdings dort, wo man mit dem glatten Preis eine eingeübte Preisschwelle überschreitet: Mit dem Aufrunden von 9,99 Euro auf 10 Euro sind wir bislang noch vorsichtig.“

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