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(K)eine schöne Bescherung

Am Heiligen Abend gehen die Lichter aus: Mit dem letzten Verkaufstag am Donnerstag, 24. Dezember, kommt für die Berliner Buchhandlung SoSch in den Neuköllner Gropius Passagen das Ende. „Das Einkaufscenter wird komplett umgebaut. Der Vermieter hat von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, weil er die Fläche anderweitig nutzen will“, bestätigt Inhaberin Sonja Schwestka-Krause (57).

Für SoSch, mit einer Verkaufsfläche von 620 qm und insgesamt 14 Mitarbeitern die größte inhabergeführte Buchhandlung in Berlin, ist das ein bitteres Schlusskapitel. „Der Erfolg der Buchhandlung ist unmittelbar mit dem Standort verknüpft. Ich werde nicht an anderer Stelle noch einmal anfangen“, stellte Schwestka-Krause im Gespräch mit buchreport klar. Wirtschaftliche Gründe hätten nicht zur Schließung beigetragen. SoSch steht nach Angaben der Inhaberin trotz volatiler Zeiten für einen Umsatz von rund 3 Mio Euro. Über die Pläne des Vermieters mit der frei werdenden Fläche gibt es derzeit noch keine Informationen.

Die gebürtige Österreicherin wurde Anfang der 80er-Jahre von der Liebe aus Wien nach Berlin gelockt. Nach einer Ausbildung zur Bibliothekarin hob die promovierte Philosophin 1985 SoSch (abgeleitet aus ihrem Namenskürzel) im damaligen Einkaufszentrum Gropius aus der Taufe. „Ich habe ganz klein auf 36 qm angefangen“, blickt sie auf den Start zurück. In den Folgejahren legte die Buchhandlung, Mitglied der Verbundgruppe Nordbuch, sukzessive zu. Einen Namen machte sich SoSch auch mit einem einfallsreichen Veranstaltungsprogramm.

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