Katharina Mevissen über »Ich kann dich hören«

In den aktuellen Frühjahrsprogrammen finden sich zahlreiche Romandebüts deutschsprachiger Autoren. buchreport stellt 13 dieser Nachwuchsschriftstellerinnen und -schriftsteller in Steckbriefen vor. Heute: Katharina Mevissen, deren Debüt „Ich kann dich hören“ im Januar bei Wagenbach erschienen ist.

 

Katharina Mevissen, geboren 1991, ist in der Nähe von Aachen aufgewachsen. An der Universität Bremen hat sie Kulturwissenschaft und transnationale Literaturwissenschaft studiert und in Berlin eine Drehbuch-Ausbildung absolviert. Bis 2017 war sie Heinrich-Böll-Studienstipendiatin. Für das Manuskript ihres Debütromans „Ich kann dich hören“ erhielt sie das Bremer Autorenstipendium 2016. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Berlin, zudem leitet sie die von ihr mitgegründete gebärdensprachliche Literaturinitiative „Handverlesen“. (Foto: Dennise Sterr)

Mein Roman in drei Sätzen

Der Protagonist Osman studiert Cello und stammt aus einer schwierigen Musikerfamilie. Seine Entwicklung bekommt erst dann eine neue Richtung, als er ein Diktiergerät findet, auf dem die Tonaufnahmen einer Unbekannten gespeichert sind. Er beginnt, ihr zuzuhören.

Mein Weg zu Wagenbach

Ich hatte den Wagenbach Verlag schon lange im Auge, da einige Bücher, Autorinnen und Autoren, die ich sehr schätze, dort erschienen sind. Er war deshalb die erste Adresse, bei der ich mit dem Manuskript geklopft habe …

Das Verdienst meiner Lektorin

… und meine Lektorin hat dann ohne zu zögern die Tür weit aufgemacht und das Manuskript im Namen des Verlags hereingebeten. Und es mit mir geduldig und detailliert lektoriert.

Mein Eindruck von Literaturbetrieb und Buchbranche

Ist noch unvollständig.

Meine Lieblingsbuchhandlungen

Sind eigentlich Antiquariate.

Meine Lieblingsautoren

Gibt es nur im Plural, im wachsenden, wechselnden Plural. Virginia Woolf, Herta Müller, Joseph Roth, Johannes Bobrowski, Marica Bodrozic, und und und.

So lese ich

Langsam.

Schreiben ist für mich

Ein Stoffwechselvorgang.

Wenn ich gerade nicht schreibe

Führe ich ein Leben wie alle an­deren.

Warum haben Sie dieses Debüt ins Programm genommen?

„Ich kann dich hören“ ist ein einzigartiges, begeisterndes Debüt voller Geräusche, Musik und Stille, ein buchstäblich akustischer Roman, reich an Zwischentönen und hörbaren Beschreibungen. Selten gelingt es jungen Autoren derart überzeugend, schon im ersten Buch ein so anspruchsvolles Thema so vielseitig zu verhandeln.

Annette Wassermann, Lektorin

Debütanten im Frühjahr 2019

– im buchreport.magazin 3/2019

 

Kommentare

1 Kommentar zu "Katharina Mevissen über »Ich kann dich hören«"

  1. Bernd Schäfer | 4. März 2019 um 13:44 | Antworten

    Liebe Katharina,
    hier grüßt ein ehemaliger Deutsch-Lehrer.
    Ich war ganz gerührt als ich dich/Sie und deinen/Ihren Roman im Internet fand, habe ihn sofort bestellt und habe auch Zeit ihn zu lesen.
    Ich freue mich für dich … Schule ist schon solange her, nicht wahr, Herr Kosaki ist mir hier irgendwo bereits aufgefallen.
    Meine Freude hält immer noch an …

    Liebe Grüße
    Bernd Schäfer

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