Karsten Dusse setzt ein Ausrufezeichen

Platzvorteil für deutsche Autoren im Taschenbuch. Spannung bleibt das dominierende Genre.

Krimis mit schräger Note: 2 Krimis hat Karsten Dusse bei Heyne bislang veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht ein erfolgreicher Anwalt, der auf Drängen seiner Frau ein Achtsamkeitsseminar besucht, um seine Ehe zu retten. Mit fatalen Folgen. (Foto: Ann Kristin Bruecker)

Im Hauptberuf ist Karsten Dusse Rechtsanwalt. In seiner Freizeit schreibt er Krimis, und zwar so schräg und erfolgreich, dass er mit „Achtsam morden“ die Jahresbestsellerliste Taschenbuch Belletristik anführt. Eine Eintagsfliege ist dieser Erfolg nicht. Dusses zweiter Krimi „Das Kind in mir will achtsam morden“ ist auf Platz 7 angekommen.

Hinter sich gelassen hat Dusse u.a. mit Sebastian Fitzek und Klaus-Peter Wolf Schwergewichte der deutschen Krimiszene. Fitzeks Psychothriller „Der Insasse“ ist auf Platz 2 eingelaufen. Wolfs „Ostfriesenhölle“ landet auf Platz 4, mit „Rupert undercover. Ostfriesische Mission“ auf Platz 12 ist dem in Ostfriesland lebenden Autor erneut ein Doppelschlag gelungen.

Zwischen die beiden Krimispezialisten hat sich auf Platz 3 ein Roman geschoben, den man nicht unbedingt so weit oben vermutet hätte. „Der Wal und das Ende der Welt“ von John Ironmonger ist bereits 2015 entstanden, könnte aber mit seinen Kernthemen Epidemie und globale Krise zeitnaher kaum sein.

Deutsche Autoren haben im Ranking diesmal deutliche Platzvorteile. Bis auf Lucinda Riley, die mit „Die Mondschwester“ (8) und „Die Sonnenschwester“ (16) zweifach vorn mit dabei ist, bleiben für die Bestsellerprominenz aus den englischsprachigen Ländern nur hintere Plätze. Die beste Platzierung aus internationaler Sicht hat die Französin Laetitia Colombani mit ihrem Roman „Der Zopf“ (5) geschafft.

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