»Just One« ist das »Spiel des Jahres« 2019

Preisträger Bruno Sautter mit Staatsministerin Monika Grütters (Foto: Patrick Pfeiffer/Spiel des Jahres e.V., CC-BY-SA 4.0)

110 mit je 5 Wörtern bedruckte Spielkarten, Stifte und abwischbare Kunststoffschilder – mehr erhalten die Käufer von „Just One“ nicht. Die Jury für das „Spiel des Jahres“ haben die beiden französischen Spieleerfinder Bruno Sautter und Ludovic Roudy mit diesem schlichten Spielmaterial überzeugt: Der Titel ist der Gewinner des Hauptpreises 2019. Die Jury der wichtigsten und verkaufsförderndsten Auszeichnung für Gesellschaftsspiele lobte, „Just One“ sei „insbesondere durch seine Einfachheit genial“.

Der beim belgischen Spieleverlag Repos Production erschienene Titel setzte sich gegen „Werwörter“ (ebenfalls ein Wortratespiel) und das Kartenablegespiel „L.a.m.a.“ durch.

In der „Süddeutschen“ kommentiert Daniel Wüllner, die Jury habe mit den diesjährigen Nominierten „ein Zeichen gesetzt“: „Alle Spiele erscheinen in kleinen Schachteln und eignen sich für eine größere Anzahl von Spielern. Damit steht nicht mehr das klassische Familienspiel für vier Personen im Mittelpunkt, sondern das kommunikative und verbindende Spiel für größere Gruppen, das die Gesellschaft zusammenbringt.“

Der Jury-Vorsitzende Harald Schrapers stimmt zu: „Die Stars des Spielejahrgangs sind die kleinen Spiele für die unbeschwert unterhaltsamen Erlebnisse.“ Er gibt aber auch zu bedenken, es habe schlichtweg „kein ‚großes‘ und thematisches Brettspiel mit mittlerem Einstiegsniveau“ gegeben: „Da war bei den Neuerscheinungen nichts Herausragendes zu entdecken.“

Neben dem möglichst einsteigerfreundlichen „Spiel des Jahres“ wählen die Juroren jährlich auch ein Kenner- und ein Kinderspiel. Hier geht es zu den Preisträgern der Jahre 2017 und 2018.

Die Spiele-Preisträger 2019

Spiel des Jahres

  • „Just One“ (Repos Production) von Ludovic Roudy und Bruno Sautter.
  • Für 3–7 Spieler ab 8 Jahren.
  • Jury: „Ein Geistesblitz kommunikativer Spielfreude, der in jeder Runde einschlägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.“
  • Nominiert waren außerdem „Werwörter“ (Ravensburger) von Ted Alspach und „L.a.m.a.“ (Amigo) von Reiner Knizia.

 

Kennerspiel des Jahres

  • „Flügelschlag“ (Feuerland) von Elizabeth Hargrave.
  • Für 2–5 Spieler ab 10 Jahren.
  • Jury: „Ein nahezu makelloses Gesamtkunstwerk: Eingängige Spielmechanismen, ein schnörkelloser Ablauf und eine hohe Taktung wichtiger Entscheidungen machen ‚Flügelschlag‘ zu einem wahren Überflieger.“
  • Nominiert waren außerdem „Carpe Diem“ (Alea/Ravensburger) von Stefan Feld und „Detective“ (Portal Games/Pegasus) von Ignacy Trzewiczek u.a.

 

Kinderspiel des Jahres

  • „Tal der Wikinger“ (Haba) von Marie und Wilfried Fort.
  • Für 2–4 Spieler ab 6 Jahren.
  • Jury: „Wie das Autorenpaar Fort im ‚Tal der Wikinger‘ zugleich Geschick und taktisches Denken herausfordert, ist in seiner Mischung so einzig- wie neuartig.“
  • Nominiert waren außerdem „Fabulantica“ (Pegasus) von Marco Teubner und „Go Gecko Go!“ (Zoch) von Jürgen Adams.

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