Jürgen Heimbach mit Glauser für den besten Krimi ausgezeichnet

Das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur, hat in einer online übertragenen Gala die diesjährigen Krimipreise Glauser verliehen. Jürgen Heimbach erhielt den Preis für den besten Kriminalroman. Mit dem Ehren-Glauser wurde Nina George ausgezeichnet.

In den Kategorien Roman, Debüt, Kurz-, Jugend- und Kinderkrimi hatten es insgesamt 23 Bücher der Spannungsliteratur in die Nominiertenlisten geschafft. Am Samstag gaben die Moderatoren Ralf Kramp und Sandra Lüpkes die Gewinner der Glauser 2020 in sechs Kategorien bekannt:

  • Roman: Jürgen Heimbach „Die Rote Hand“ (weissbooks.w)
  • Debüt: Lioba Werrelmann „Hinterhaus“ (Bastei Lübbe)
  • Kurzkrimi: Sunil Mann mit „Der Watschenmann“ in „Blutige Lippe 3“ (Ventura)
  • Jugendkrimi: Wulf Dorn „21 Dunkle Begleiter“ (CBJ)
  • Kinderkrimi: Charlotte Habersack „Bitte nicht öffnen, Feurig“ (Carlsen)
  • Ehren-Glauser: Nina George

Die Jury befand, dass Heimbach in seinem Roman „mit seiner stark reduzierten und bildhaften Sprache eine dichte Atmosphäre erweckt. Er liefert messerscharfe Sätze, kalte Dialoge und banale Gewalt, aber keine klaren Antworten. Auch nicht durch seine Figuren. Gepeinigte Seelen auf der Suche nach Geld, Glück oder Erlösung, aber wie im richtigen Leben gibt es das alles nicht umsonst. Kein Buch zum Glücklichwerden, sondern zum Wachwerden.“

Zur Würdigung ihres engagierten Einsatzes für die Kriminalliteratur wurde die Bestsellerautorin Nina George mit dem Ehren-Glauser ausgezeichnet. Die Schriftstellerin erhielt den Preis laut Jury insbesondere auch für ihr großes politisches Engagement. Sie gehörte u.a. 2012 zu den Mitbegründern der Initiative „Ja zum Urheberrecht“ und initiierte 2015 die verbandsübergreifende Non-Profit-Initiative „Fairer Buchmarkt“. Im selben Jahr wählten die Mitglieder des PEN-Zentrums Deutschland George als neue Beirätin des Präsidiums. 2016 gründete sich auf ihre Initiative hin das „Netzwerk Autorenrechte“. 2019 wurde sie zur Präsidentin des Autorendachverbands European Writers‘ Council gewählt.

Die Glauser-Krimipreise sind mit insgesamt 12.000 Euro dotiert.

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