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Immer weniger Indies

Der unabhängige Buchhandel in Großbritannien ist unter schwierigen Vorzeichen ins neue Jahr gestartet. Die aktuelle Statistik der Booksellers Associa­tion (BA) weist per 31. Dezember 2009 nur noch 1289 Independent-Mitglieder aus, 62 (4,6%) weniger als zwölf Monate zuvor. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist die Zahl der Mitglieder um 27% gesunken.

Insgesamt haben 102 Sortimenter angesichts des rauen wirtschaftlichen Umfeldes das Handtuch geworfen; gleichzeitig wurden in den zwölf Monaten 40 Buchhandlungen neu eröffnet. Das ist das schlechteste Ergebnis seit 2004. Unter den Newcomern fallen zwei Neueröffnungen in London besonders ins Auge: Der von (Foto) der Literaturzeitschrift „Slightly Foxed“ betriebene Gloucester Road Bookshop und Lutyens & Rubinstein im Besitz der Literaturagentinnen Sarah Lutyens und Felicity Rubinstein.

Laut BA-Statistik haben in den ersten sechs Wochen 2010 zwar (noch) keine weiteren Indie-Buchhändler aufgegeben, doch Nick Bubb, Einzelhandelsanalyst von Arden Partners und Kenner des britischen Buchmarktes, befürchtete jüngst vor Journalisten in London für den weiteren Jahresverlauf das Schlimmste. Und so meldete der „Bookseller“ kürzlich, dass sich mit Books@Hoddesdon einer der innovativsten britischen Indies um die Hälfte verkleinern will. Dessen Slogan „Love Your Local Bookshop“ war von der BA in ihren Werbekanon übernommen worden.

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