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Im Schulterschluss

Weil das konventionelle Buchgeschäft zunehmend an seine Grenzen stößt, suchen Verlage beim Abfischen der Zielgruppen verstärkt nach Kooperationspartnern außerhalb der Branche.

Das jüngste Beispiel liefert cbj: Beim Marketing für den Spitzentitel „Blood Magic“ von Tessa Gratton übt das Unternehmen der Verlagsgruppe Random House den Schulterschluss mit dem „Young Fashion“-Anbieter New Yorker. Wer eine der 864 Filialen des Modehändlers frequentiert, wird die Werbung für den Titel nicht übersehen. Und auch im Online-Shop und im Social Web wird für das Buch getrommelt (hier mehr).

Unter dem Banner „Mein Klientel ist Dein Klientel“ holen nicht nur Publikumsverlage mit massenkompatiblen Stoffen branchenfremde Multiplikatoren mit ins Boot. Der Literaturverlag Weissbooks – als Independent mit den Einkäufern großer Ketten in Dauerkämpfe um Aufmerksamkeit verwickelt – stellt in den virtuellen Regalen der Versandapotheke Apovia.de Bücher zur Schau und erreicht damit Tausende potenzieller Kunden (hier mehr).

In einer Zeit, in der nahezu alle Handelssparten immer mühsamer um die Gunst potenzieller Käufer ringen müssen, werden branchenübergreifende Marketingmaßnahmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Es gibt im Einzelhandel viele Produktwelten, zu denen sich passende Buchsatelliten und entsprechende PR-Strategien finden lassen. „Kooperieren und profitieren“ ist überdies auch eine Formel für das stationäre Sortiment, wenn auch auf anderer Ebene. Engagierte Standortbuchhändler exerzieren es bereits vor: Im Schulterschluss mit lokalen Werbegemeinschaften oder alerten Nachbarn aus dem Einzelhandel ziehen sie verkaufsfördernde Aktionen auf, die in Phasen der Stagnation Lichtzeichen senden.

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