Hoffen auf den smarten Handel

Eine Zeitlang schien es, die Wachstumskurven im Onlinehandel flachten mit der wachsenden Durchdringung der Bevölkerung mit Internetanschlüssen allmählich ab. Doch spätestens mit dem Boom der Smartphones ergeben sich neue Wachstumsperspektiven.

Nach einer aktuellen Studie gehen mittlerweile 26% der 14- bis 64-Jährigen privaten Mobilfunknutzer mit ihrem Handy auch online. Treiber dieser Entwicklung seien die zunehmende Verbreitung internetfähiger Handys und die sinkenden Kosten für die Datenübertragung, analysiert TNS. Das Potenzial für die mobile Internetnutzung sei damit aber längst noch nicht ausgeschöpft.

Die mobile Internetnutzung umfasst laut Studie bei 19% der Handynutzer den Gebrauch der E-Mail-Funktion ihres Mobiltelefons, 22% besuchen Webseiten im Internet. Innerhalb der Gruppe der mobilen Internet-Besucher kauft fast jeder Dritte auch ein.

„Wir rechnen mit einer weiterhin dynamischen Entwicklung der mobilen Internetnutzung in den kommenden Jahren“, erklärt Wolfgang Werres, Geschäftsführer TNS Infratest MediaResearch. „Durch immer bedienerfreundlichere Smartphones und noch schnellere Datenverbindungen wird das mobile Internetsurfen immer komfortabler.“

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommen die Online-Experten bei Weltbild. Nach Analysen der Augsburger kommt schon heute jeder zehnte Kunde mit Smartphone oder mobilem Computer zur Weltbild-Seite. Klaus Driever, Geschäftsführer New Media bei Weltbild, kündigt an: „In diesem Wachstumsfeld arbeiten wir weiterhin auf Hochtouren.“ Aktuell testet Weltbild eine Plakatkampagne mit QR-Codes für Leseproben in Hamburg. Ziel: den „mobilen Commerce“ (M-Commerce) forcieren (hier mehr zur Aktion).

Neben den Meinungsforschern und den Praktikern glauben auch die (universitären) Forscher an die M-Dynamik. „Mobile Commerce ist ein weiterer Entwicklungsschritt des Internets in Richtung Mobilisierung und Lokalisierung“, erklärt Gerrit Heinemann, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, im Interview mit buchreport (nachzulesen im neuen buchreport.express 36/2011, erscheint am Donnerstag, 8. September 2011). Daher sollten auch Sortimenter diese Chance nutzen, denn das E-Book-Geschäft werde sich auf Mobile Commerce fokussieren.

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