Höhere Preise als Hebel

Der Schwung des weithin außerordentlich guten Weihnachtsgeschäfts hat für den deutschen Sortimentsbuchhandel noch bis in den Januar getragen. Die Kurve ist allerdings im Laufe des Monats spürbar abgeflacht und zeigte vorvergangene Woche nur noch einen Ausschlag von 2,1%.

Bei der Betrachtung der stolzen +7,6%, die der buchreport-Umsatztrend zum Jahresauftakt aufweist, sind zudem einige Besonderheiten zu berücksichtigen, auch für den Vergleich dieses Durchschnittswertes mit den eigenen Zahlen, wie ihn regelmäßig viele Buchhandlungen Anfang des Monats anstellen:

  • Niedriger Basiswert: Im Januar 2008 hatte buchreport einen Umsatzrückgang um 5,1% gemessen und 2007 ein Minus von 2%; das aktuelle Plus gleicht diese Delle aus; die Branche bleibt in der langfristigen Betrachtung trotz des Flächenwachstums auf Stagnationskurs.
  • Langsamer wachsender Absatz: Der vor einem Jahr beklagte Rückgang der verkauften Stückzahlen um sogar 5,6% konnte aktuell nur teilweise wieder aufgeholt werden: +4,4%.
  • Ein höherer Durchschnittspreis: Der in der Buchbranche als Umsatztreiber fast aus den Augen verlorene, weil seit Jahren stagnierende Preis, hat in diesem Januar kräftig mitgeholfen; pro verkauftem Buch hatte der Sortimentsbuchhandel im Schnitt 36 Cent mehr in der Kasse. Das bedeutet ein signifikantes Plus von 3,1% durch den Verkauf teurer Bücher.

Ob der höhere Durchschnittspreis, der sich in allen Warengruppen außer dem Taschenbuch gezeigt hat, ein Zeichen für eine Trendwende nach jahrelanger Preiskonstanz ist, muss sich in den kommenden Monaten zeigen.

Mehr zum Thema lesen Sie im buchreport.express 6/2009

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