Hat der Buchhandel ein Nachwuchsproblem?

Für die Ersten hat das Ausbildungsjahr schon begonnen, andere sind noch auf der Suche – und das sowohl auf Bewerber- als auch auf Ausbilderseite. Auch der Buchhandel wirbt um den Nachwuchs, aktuell vermeldet beispielsweise die Mayersche, dass sie noch offene Ausbildungsplätze für 2017 hat.

In den Publikumsmedien ist der Tenor allerdings nicht immer positiv. Ein besonders negatives Bild zeichnet eine 5-teilige Radioserie des „WDR“ mit dem Titel „Buchhändler – Ein Beruf stirbt aus“. „2015 waren in Nordrhein-Westfalen nur noch 248 Azubis in der Branche tätig – fünf Jahre zuvor waren es noch fast doppelt so viele“, konstatiert dort WDR-Autorin Susanne Wankell für das bevölkerungsreichste Bundesland. Die Serie beleuchtet den Wandel in der Buchhandelsbranche und thematisiert unter anderem, dass es in Nordrhein-Westfalen mit dem Wegfall des Kölner Standortes (Joseph-Dumont-Berufskolleg) künftig nur noch eine staatliche Berufsschulklasse (Düsseldorf, Berufskolleg Bachstraße) für angehende Buchhändler geben wird.

Am Beispiel der Buchhandlung Katzensprung in Essen wird gezeigt, wie im Zuge des Onlinehandels und der Marktmacht der Filialisten kleine Läden schließen müssen. Als Gegenbeispiel kommen mit der Verlagsbuchhandlung Remmel in Siegburg aber auch Neugründer zu Wort.

Die „Berliner Morgenpost“ (22.7.) hat dem Buchhändler-Beruf als „Thema der Woche“ eine Doppelseite spendiert. Neben allgemeinen Informationen zu Ausbildung und Berufsbild kamen dort unter anderem eine Thalia-Auszubildende, eine Antiquariatsinhaberin auch die Berliner Buchhandlung Schwericke zu Wort.

Monika Kolb-Klausch, Geschäftsführerin des Frankfurter Mediacampus, spricht in einem buchreport-Interview (kostenpflichtiger Plus-Inhalt) über den diesjährigen Ausbildungsstart und bescheinigt dem Buchhandel Ausbildungsbereitschaft.

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