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Händler-Initiative: Per »Luca«-App zur Ladenöffnung

Der Einzelhandel fordert von der Politik seit Wochen Lösungen für Ladenöffnungen statt weiterer Verbote. Ein Bündnis von mehreren Tausend Händlern schlägt jetzt unter anderem eine verpflichtende digitale Einlasskontrolle per „Luca”-App vor.

„Wir müssen das Schwarz-Weiß-Denken aufgeben und Möglichkeiten finden, wie wir trotz der Pandemie weiter arbeiten können“, zitiert das „Handelsblatt”, das über den Vorstoß berichtet, Marcus Diekmann, Geschäftsführer von Rose Bikes und Sprecher der Initiative „Händler helfen Händlern“, der etwa 3000 Unternehmen von Einzelbetrieben bis Ketten angehören.

Die Händler schlagen unter anderem eine verpflichtende digitale Einlasskontrolle vor: Nur wer sich per „Luca”-App eincheckt, soll in den Laden gelassen werden, um eine lückenlose Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter zu ermöglichen. Damit könne man außerdem beweisen, dass der Handel kein Infektionsherd sei, so Diekmann.

Ergänzend sollen diese Regeln gelten: 

  • Die Kundschaft muss FFP2-Masken tragen.
  • Es soll eine Zugangsbeschänkung von einem Kunden pro 20qm gelten.

Im Gegenzug erwartet das Händlerbündnis, dass die Geschäfte auch bei höheren Infektionszahlen geöffnet bleiben.

„Luca“ wird bereits im Einzelhandel eingesetzt: Das Bündnis großer Einzelhändler „Das Leben gehört ins Zentrum” hat angekündigt, die App flächendeckend einzuführen. Darunter befinden sich auch der Buchhandels-Marktführer Thalia Mayersche und der Shopping-Center-Betreiber ECE.

So funktioniert das „Luca“-Prinzip:

  • Jedes Geschäft erstellt einen QR-Code und hängt ihn im Schaufenster/am Eingang aus.
  • Der Kunde lädt sich die App auf seine Smartphone und legt ein Profil mit seinen Kontaktdaten an. Bei Einkauf scannt er den QR-Code des Ladens und checkt so im Laden ein.
  • Die Daten sind verschlüsselt. Werden Infektionen gemeldet, kann das örtliche Gesundheitsamt die Kontakte nachverfolgen.

Kommentare

2 Kommentare zu "Händler-Initiative: Per »Luca«-App zur Ladenöffnung"

  1. Wolfgang Tischer | 1. April 2021 um 17:22 | Antworten

    Es ist schade, dass man dazu die Datenkrake Luca einsetzten will und man sich als Kunde den Zutritt mit dem Verkauf seiner Daten an ein privatwirtschaftliches Unternehmen erwerben muss, das die Daten zentral speichert. Es ist zu hoffen, dass die angekündigte QR-Code-Funktion bald in die offizielle Corona-App integriert wird, mit der man anonymer unterwegs sein kann.

  2. Peter Collier | 1. April 2021 um 14:43 | Antworten

    Während die Regierungen nichts anderes als Aussperren und Einsperren einfällt, ist das eine aktive und hilfreiche Idee des Handels selbst!

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