Grenzüberschreitende Rabattierung

Wer gleichzeitig einen preisbindungsfreien und einen preisgebundenen Markt bespielt, hat mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Das musste auch die Thalia-Tochter buch.de erfahren, die deutschen Kunden einen für österreichische Kunden gedachten Rabatt gewährte. Nach Angaben des Unternehmens passierte dies aufgrund eines technischen Fehlers.
Beim Münsteraner Unternehmen buch.de, das auch den österreichischen Online-Shop Thalia.at betreibt, konnten Newsletter-Empfänger von Thalia.at mit einer Lieferadresse in Deutschland vorübergehend Rabatt-Gutscheine für preisgebundene Bücher einlösen. Betroffen war nach Unternehmensangaben nur ein Auftrag eines Kunden mit deutscher Lieferadressen.
Dies sei irrtümlich passiert, betonen die Münsteraner: Der Rabatt sollte ausschließlich an österreichische Kunden gerichtet sein, wo Gutscheinangebote derzeit rechtlich möglich sind. Nach Bekanntwerden habe man umgehend reagiert und das technische Problem beseitigt, heißt es aus Münster. Zudem habe man auf Aufforderung des Börsenvereins eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Kommentare

1 Kommentar zu "Grenzüberschreitende Rabattierung"

  1. Hier zeigt sich das wahre Gesicht der Buchpreisbindung. Deutsche Bürger
    sind nur zum Ausnehmen da. Andere Länder bekommen legal Rabatte die wir
    teuer bezahlen.Mir ist dies mehr als unverständlich und ich setze das
    mit Wegelagerei gleich. Dieses ganze Modell dient doch nur noch der
    Bereicherung. Ich hoffe daß sich Amazon durchsetzt und den deutschen
    Buchmarkt richtig aufmischt.

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