Geteiltes Bild

Im ersten Halbjahr 2016 erzielte die Schweizer Orell Füssli Holding einen Nettoerlös von 139,5 Mio Schweizer Franken und liegt damit knapp unter dem Vorjahresniveau von 141,5 Mio Franken. Das EBIT konnte im Vergleich zum Vorjahr hingegen leicht gesteigert werden und beträgt 7,9 Mio Franken (2015: 7,5 Mio). Während die Buchhandelssparte rückläufig war, konnte das Verlagsgeschäft zulegen.
Das Buchhandelsgeschäft von Orell Füssli hat sich im ersten Halbjahr 2016 leicht rückläufig entwickelt. Der Nettoerlös liegt bei 41,7 Mio Franken, im Vorjahreszeitraum betrug er 43 Mio Franken. Das Betriebsergebnis EBIT hat sich im ersten Halbjahr auf -0,7 Mio Franken verbessert (Vorjahr: -1,9 Mio Franken), liegt jedoch weiterhin im Minus. Die Restrukturierung des Filialnetzes habe das Halbjahresergebnis laut Orell Füssli aber positiv beeinflusst. Im Rahmen eines Transformationsprogramms hat Orell Füssli die ehemaligen „Thalia“-Filialen in „Orell Füssli“ umbenannt und den Online-Shop neu aufgesetzt.
Ein Grund für das rückläufige Geschäft: der insgesamt schwächelnde Buchmarkt in der Schweiz, der in den ersten sechs Monaten um 4% im Vergleich zur Vorjahresperiode geschrumpft ist. Die Wechselkurssituation und dadurch in den Euro-Raum abwandernde Kunden belasten den Markt weiterhin. 
Das Marktsegment E-Books wachse, wobei die Dynamik nachlasse und eine gewisse Sättigung eingetreten sei, ordnet Orell Füssli die Zahlen ein. Ergänzende Sortimente hätten einen Teil der gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Entwicklung im Buchbereich kompensieren können.
Das Verlagsgeschäft von Orell Füssli legte im ersten Halbjahr hingegen um satte 11% zu. Maßgeblich hierfür: Der Programmbereich Kinderbuch, dessen Vertrieb in Richtung Deutschland und Österreich gesteigert werden konnte. Die Programmbereiche Sachbuch, Juristische Medien und Lernmedien liegen hingegen auf Vorjahresniveau.
Der Druck-Geschäftsbereich Atlantic Zeiser liegt des Weiteren über Vorjahr, der Sicherheitsdruck ist zurückgefallen.

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