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Gelber Shop-in-Shop

Seit Jahresbeginn hat sich die Zahl der Buchhandlungen mit integrierter Postfiliale von rund 70 auf 90 erhöht. Der Hintergrund: Bis Ende 2011 will die Deutsche Post bundesweit alle eigenbetriebenen Filialen schließen. Für ein flächendeckendes Filialnetz sollen private Partnerunternehmen das Anbieten der Post-Waren und -Dienstleistungen mit und ohne Finanzdienstleistungen der Postbank übernehmen.

Insgesamt geht es um 9000 Post-Vertriebsstellen. 8500 Geschäfte aus 80 Einzelhandelsbranchen hat die Post bislang als Partner gewinnen können. Neben Papier-, Büro- und Schreibwarenläden, Lotto-, Tabak und Zeitungsgeschäften sowie dem Lebensmitteleinzelhandel gehört auch als kleinere Partnergruppe (mit gut 1% Anteil) der Buchhandel dazu.

Laut Sprecher Dirk Klasen hat die Post gute Erfahrungen mit dem Buchhandel gemacht: „Für die Kunden gehören Lesen und Schreiben oftmals zusammen und in vielen Buchhandlungen werden ja auch Glückwunschkarten, Zeitungen und Zeitschriften angeboten. Außerdem sind Serviceleistungen und Kundenorientierung des Personals im Buchhandel von guter Qualität, was sich auch bei der Bedienung der Postkunden auswirkt.“

Die Größe einer Stadt sei für den postalischen Erfolg einer Buchhandlung nicht ausschlaggebend: „Die Post funktioniert sowohl in Großstädten, z.B. in Einkaufsstraßen und in Bahnhöfen, als auch in kleineren Städten für den örtlichen Einzelhandel als Zusatzangebot und zweites Standbein.“ Für den an Frequenz und Zusatzumsätzen interessierten Buchhandel sieht Klasen daher durchaus noch weiteres Potenzial.

Partnerprogramm der Post

  • Räumliche Anforderungen: Umbaumaßnahmen des Partners sind grund­sätzlich nicht erforderlich. Das Partnerkonzept sieht lediglich das Aufstellen der Thekenmöbel in einem frei zu haltenden Ladenteil vor (für einen Kundenbedienplatz 4 bis 5 qm).
  • Einrichtung: Die Post stellt u.a. Gebäudekennzeichnung und einen T-DSL-Anschluss kostenlos zur Verfügung, bei Partnerfilialen mit mehreren Bedienplätzen, die Postbank-Leistungen anbieten, auch Sicherheitseinrichtungen.
  • Vorbereitung: Partner und ihre Angestellten werden von der Post kostenlos geschult und in der ersten Zeit nach der Eröffnung von einem Coach begleitet.
  • Öffnungszeiten: Alle Partner-Filialen müssen grundsätzlich analog den posteigenen Filialen ganzjährig geöffnet sein und werktägliche Öffnungszeiten von Montag bis Samstag sicherstellen.
  • Informationen: www.deutschepost.de/filialpartner

Quelle: Deutsche Post / buchreport

Kommentare

1 Kommentar zu "Gelber Shop-in-Shop"

  1. Jedes Zusatzgeschäft ist willkommen, wenn das Hauptgeschäft kein Überleben sichert…
    Warum dies so ist, ist an den hübsch verstreuten Themen und Kommentaren unschwer abzulesen, aber gerade in dieser Miniaturisierung eben leichter zu ertragen oder zu verdrängen.
    Feiern wir das Zusatzeinkommen also als Erfolg. Schon mal über eine integrierte Kindertagesstätte nachgedacht? Oder einen Backshop?

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