Geht Spotify künftig in die Hörbuch-Offensive?

Es gibt bereits einige Hörbücher auf Spotify. Allerdings hat sich der Streaming-Dienst bislang vor allem auf Musik konzentriert. Jetzt meldet der Dienst sich erneut mit einem kleinen Hörbuch-Testballon.

Zum bisherigen Hörbuch-Portfolio gehören vor allem ältere Klassiker, beworben hat der Anbieter seine Hörbücher nie. Zudem machen Hörspiele den weitaus größeren Anteil aus, sowie natürlich Podcasts. Die Abspielautomatik stellte bisher oftmals eine Herausforderung dar, da es bei Hörbüchern entscheidend ist, dass sich die App merkt, an welcher Stelle der Nutzer das Buch unterbrochen hat. Das shufflen von Titeln ist hier kontraproduktiv, da es auch auf die Reihenfolge der Kapitel ankommt.

The Hollywood Reporter“ berichtet nun, dass 9 Titel auf Englisch über den Gratis-Zugang zur Verfügung gestellt wurden, die auch in Deutschland abrufbar sein sollen. Dabei handelt es sich um rechtefreie Stoffe, die Audio-Versionen seien aber exklusiv bei Spotify und werden zum Teil von berühmten Personen gelesen:

  • „Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave“ von Frederick Douglass, gelesen von Forest Whitaker
  • „The Awakening“ von Kate Chopin, gelesen von Hilary Swank
  • „Frankenstein“ von Mary Shelley, gelesen von David Dobrik
  • „Persuasion“ von Jane Austin, gelesen von Cynthia Erivo
  • „Cane“ von Jean Toomer, gelesen von Audra McDonald
  • „Great Expectations“ von Charles Dickens, gelesen von James Langton
  • „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë, gelesen von Sarah Coombs
  • „Passing“ von Nella Larsen, gelesen von Bahni Turpin
  • „Red Badge of Courage“ von Stephen Crane, gelesen von Santino Fontana

In der Meldung wird auch erwähnt, dass gerade die Hörbuchleidenschaft der Deutschen zum Treiber für Spotify werden könnte. Bereits Anfang 2019 erwarb Spotify die beiden Podcast-Unternehmen Gimlet Media und Anchor. Zudem schrieb Spotify im Sommer eine Stelle für einen Leiter der Hörbuch-Sparte aus, so „Techbook„. Der nun gestartete Test könnte ein erster Schritt hin zu einem umfangreichen Audiobook-Angebot sein, mutmaßt das Medium. 

Derweil ringen 3 Autorenverbände in den USA um mehr Transparenz bei der Abrechnung des Konkurrenten Audible.

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