Französischer Buchhändlerverband im Clinch mit Hachette

Sieht sich als „Sündenbock“: Hachette-Livre-CEO Arnaud Nourry reagiert empört auf die Konditionen-Kritik des Buchhändlerverbands. Noch vor der Eröffnung der Debatten werde Hachette Livre als einziger Marktteilnehmer stigmatisiert und für die Entwicklung des Buchhandels verantwortlich gemacht. Die Teilnahme an der Branchenveranstaltung in der Rolle des Sündenbocks, „die Sie uns im Voraus zugewiesen haben“, sei daher keine Option mehr. (Foto: privat)

Im französischen Marseille trafen sich in den vergangenen Tagen über 1000 Branchenvertreter – die Mehrzahl von ihnen aus dem Sortiment – im Rahmen der fünften Buchhändlertage RNL (Rencontres nationales de la librairie). Nur einer fehlte: Mit Hachette Livre blieb die größte Verlagsgruppe des Landes der Veranstaltung fern, nachdem deren Chef Arnaud Nourry sich über den Veranstalter geärgert hatte, den Buchhändlerverband SLF (Syndicat de la librairie française).

Die beiden SLF-Vertreter Xavier Moni und Maya Flandin hatten Ende Juni einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie Hachettes Konditionenpolitik kritisierten. Der französische Marktführer biete „trotz seiner beneidenswerten Rentabilität die ungünstigsten Handelsbedingungen, insbesondere für kleinere Buchhandlungen“, beklagten Moni und Flandin. Neben einer stärkeren „interprofessionellen Solidarität“ forderten sie angesichts der immer angespannteren Lage im Buchhandel u.a. einen Mindestrabatt von 36% sowie eine Beteiligung der Verlage an den Transportkosten.

Hier geht es zum Offenen Brief des SLF (frz.)

Hier geht es zum Antwortschreiben von Arnaud Nourry (frz.)

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