Frankfurter Buchhändler Kohl gestorben

Der Frankfurter Buchhändler Helmut Kohl ist mit 92 Jahren gestorben. Das meldet die „Frankfurter Rundschau“ als „Einschnitt in der Geschichte des Buchhandels in Frankfurt“. Kohl führte lange die renommierteste Buchhandlung der Stadt, scheiterte aber mit seinem offensiven Ansatz, dem Strukturwandel zu trotzen.

Der Buchhandlung Kohl vorgelagert war ein auffälliger Pavillon. Archivfoto: buchreport

1989 wandelte er das bisherige Hauptgeschäft (250 qm) in eine Internationale Buchhandlung um und eröffnete neu auf einer 1000 qm Fläche am Roß­markt. Diese erste Frankfurter Großflächenbuchhandlung war eine vorgezogene Reaktion auf die angekündigte Ansiedlung von Hugendubel. Der Filialist eröffnete schließlich ein Jahr später seine imposante Buchhandlung am Steinweg auf anfangs 4000 qm.

Kohls Investition, ausdrücklich als „Ge­gen­kon­zept zu Hu­gen­du­bel“ tituliert, scheiterte allerdings. Im Frühjahr  1992 musste die Buch­hand­lung Kon­kurs an­mel­den.

Hugendubel ist immer noch am Steinweg, hat seine Angebotsfläche aber mittlerweile auf 2500 qm verkleinert.

 

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