Filialist geht das Geld aus

Eine der spektakulärsten Buchhandlungen weltweit: Boekhandel Polare Maastricht (früher Boekhandel Selexyz Dominicanen) in einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert in Maastricht.

Der niederländische Filialist Polare ringt ums Überleben. Am heutigen Dienstag (28. Januar 2014) schließen 20 Filialen und der Webshop. Eine vorübergehende Maßnahme, um eine strategische Neuausrichtung zu ermöglichen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Zuletzt hatte die zentrale Buchauslieferung in den Niederlanden, Centraal Boekhuis, die Belieferung des Filialisten eingestellt. Inzwischen erhält Polare zwar wieder Buch-Pakete von CB, doch man habe noch keine „strukturelle Lösung“ gefunden, heißt es in einer Pressemitteilung. Neue Kredite würden das Unternehmen in die Lage versetzen, ab Mai 2014 wieder schwarze Zahlen zu schreiben, so das Unternehmen.

Die Krise bei Polare hatte sich im Weihnachtsgeschäft verschärft, als die Umsätze unter Plan lagen. CEO Paul Dumas hatte daraufhin kurz vor Weihnachten seinen Sparkurs verschärft und 54 von 336 Vollzeitarbeitsplätzen überraschend gestrichen.
Bereits im Zuge der Fusion von High-Street-Buchhändler Selexyz und Secondhand-Filialist De Slegte im Sommer 2013 zu Polare war feste an der Kostenschraube gedreht worden, rund 100 Mitarbeiter verloren ihren Job. Doch die schwache wirtschaftliche Großwetterlage in den Niederlanden machte dem Eigentümer, der Investmentfirma ProCures, einen Strich durch die Rechnung.

Foto Startseite: FaceMePLSCreative Commons Attribution 2.0 Generic

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